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Einkaufen im Hofladen Weg vom Hof, hin zum Kunden

Hofläden sind in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen wie Pilze. Während es im Jahr 2010 noch gut 7'000 Bauern gab, die ihre Produkte direkt verkauften, waren es im Jahr 2016 bereits über 11'000. Die Direktvermarktung bietet Chancen, aber auch Herausforderungen.

Potenzial nicht ausgeschöpft

Hofläden sind für viele Bauern zu einem wichtigen Einkommen geworden. Entscheidend für den Erfolg der Direktvermarktung sei aber die Erreichbarkeit, sagt Andreas Hochuli, Dozent für Agrar- und Regionalökonomie an der Berner Fachhochschule. «Hofläden müssen in die Stadtzentren», ist der Experte überzeugt.

Dort müssten Synergien mit anderen Gewerbebetrieben geschaffen und der Hofladen im Zentrum müsse hochprofessionell betrieben werden. Mit den Kundenfrequenzen in der Stadt sowie der Nachfrage nach regionalen Produkten könne der Hofladen im Zentrum «sehr rentabel» werden.

Keine «einfache Goldgrube»

Die Standortfrage sei sicher zentral, sagt Manuela Vogel vom Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg im Thurgau. In der Nähe der Kunden zu sein, beispielsweise auch durch die Präsenz an einem Wochenmarkt, sei ein Vorteil.

Manuela Vogel

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Manuela Vogel

Manuela Vogel vom Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg begleitet und berät Bauern rund um das Thema «Direktvermarktung». Als Expertin kennt sie die Vorteile und Herausforderungen, welche ein Hofladen mit sich bringt.

Klar ist aber: Ein Hofladen kann nicht nebenbei eröffnet werden. Es brauche ein Konzept, um erfolgreich zu sein, sagt Manuela Vogel vom Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg im Thurgau. Den Aufwand dürfe man nicht unterschätzen und nicht überall sei die Direktvermarktung sinnvoll. Die Bauern müssten sich deshalb wichtige Fragen stellen:

  • Wie gross ist die Konkurrenz in der Umgebung?
  • Welche Produkte können verkauft werden?
  • Was habe ich für Möglichkeiten auf dem Hof im Bereich der Infrastruktur?

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden, 17:30 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (PALLEKALLE)
    Für mich der einzig richtige Weg. Wir kaufen soviel es geht bei den Bauern der Umgebung, da frage ich auch nicht nach Demeter oder sonst was, mein Bauer wirtschaftet richtig udn gut und ich bin froh so kaufen zu können.
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  • Kommentar von Patrick Butz (Bepa Luzern)
    Wir bieten in Luzern und Umgebung einen Lieferservice für Bioprodukte. Holen die Waren bei verschiedenen Bauern und bringen sie direkt zu unseren Kunden. Funktioniert prima, die Kunden müssen nicht dauernd aufs Land raus fahren und die Bauern sind entlastet von der Vermarktung. Pro Kunde fahren wir dann nur kurze Strecken.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Es gibt seit Jahrzehnten "Produkte", welche von jehet direkt bei den Bauern gekauft werden konnten (zB: mit dem Milchkännli täglich frische Voll-Milch holen - entrahmen zu Hause, Eier von Freilauf-Hühnern, Gemüse, Beeren, Obst.....). Gerade die "Demeter-Bauern" (biologisch-dynamisch, nachhaltig öko-logisch, im Einklang mit Tier und Natur), sind sehr innovativ und kreativ seit viielen Jahren, da sie meist nur über einen kleinen Betrieb verfügen und ohne jegliche "Chemie" - gesund wirtschaften...
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