Elektrofähre nimmt weitere Hürde

Technische Abklärungen haben es gezeigt: Eine Fähre mit elektrischem Motor würde auf dem Bodensee Sinn machen. Mit drei solcher Fähren wäre zudem ein Halbstundentakt zwischen Romanshorn und Friedrichshafen möglich. Kommt das Geld zusammen, könnte im Dezember 2018 der Start sein.

Eine Bodenseefähre

Bildlegende: Die heutigen Dieselfähren sollen ersetzt werden. Keystone

Es gibt bis heute weltweit erst eine einzige Elektrofähre, und zwar in Norwegen. Möglich wäre der Einsatz aber auch auf dem Bodensee. «Die Fähren wären schnell genug, um einen Halbstundentakt zwischen Romanshorn und Friedrichshafen zu ermöglichen, und zwar mit drei Fähren», sagt Werner Müller, zuständig für den öffentlichen Verkehr beim Kanton Thurgau. Diesen Halbstundentakt wollen die beiden Städte erreichen. Heute pendeln zwei Fähren lediglich im Stundentakt.

Es braucht noch Förderbeiträge

«Dank des Elektromotors wäre der CO2-Ausstoss der Fähren massiv niedriger als bei den heutigen Schiffen mit Dieselmotoren», nennt Müller einen weiteren Vorteil der E-Fähren.

Die Investitionen würden sich insgesamt auf rund 50 Millionen Franken belaufen. Eine erste Prüfung habe ergeben, dass der Betrieb mit den E-Fähren rentabel sei. Um die neuartigen Fähren aber bauen zu können, müssten sich auch der Kanton Thurgau, das Bundesland Baden-Württemberg, der Bund sowie eventuell auch die beiden Hafenstädte mit Förderbeiträgen beteiligen. Entsprechende Abklärungen sind im Gange.