Erdrutsch bei Pfäfers hat politisches Nachspiel

Um die Zufahrt nach Valens im Sarganserland sicherer zu machen, lässt die St. Galler Regierung derzeit eine Brücke für 56 Millionen Franken bauen. Nun rutschte die Erde in der Nähe ab.

Eine Fotomontage der zukünftigen Taminabrücke, welche Pfäfers mit Valens verbindet.

Bildlegende: Eine Fotomontage der zukünftigen Taminabrücke, welche Pfäfers mit Valens verbindet. zvg

Der Hangrutsch erfolgte an einer Stelle, wo es noch nie Probleme gab. Eine Kombination von unterschiedlichen Ereignissen habe zu dieser Erdbewegung geführt, erklärt Urs Kost, Leiter des St. Galler Tiefbauamtes. Einerseits haben Regen und Schnee den Hang schwer gemacht, anderseits hätten Rodungen und eine Wasserleitungen zu dem Rutsch beigetragen. Derzeit werden die genauen Ursachen erforscht und die Verantwortlichkeit abgeklärt.

Einfache Anfrage im Kantonsrat

Für SVP-Kantonsrat Hans Richle stellt der Hangrutsch an der Zufahrt zur neuen Brücke das ganze Brückenprojekt in Frage. Er hat deshalb eine Einfache Anfrage an die St. Galler Regierung gestellt. Darin will er wissen, warum kein geologisches Gutachten erstellt worden sei.