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Ostschweiz Eritreer in der Schweiz: Besuch im Empfangszentrum Kreuzlingen

Tausende Eritreer sind letztes Jahr in die Schweiz gereist. Ihre erste Station ist jeweils eines der fünf Empfangszentren in der Schweiz. Eines davon steht in Kreuzlingen im Kanton Thurgau. Hier war «Schweiz aktuell» zu Besuch.

Legende: Video ««Eritreer - unsere neuen Einwohner» - Im Durchgangsheim» abspielen. Laufzeit 12:00 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 21.01.2015.

Das Jahr 2014 war das Jahr der Eritreer. Fast 7000 Personen reisten aus dem afrikanischen Land in die Schweiz, auf der Suche nach Glück und vor allem nach Asyl. Und dies meist mit Erfolg. Inzwischen ist die eritreische Diaspora in der Schweiz eine der grössten Europas. Mit 20 000 Personen sind es weit mehr als der Kanton Appenzell Innerhoden Einwohner zählt.

Legende: Video ««Eritreer - unsere neuen Einwohner» Teil 1» abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.01.2015.

«Schweiz aktuell» berichtet in einer dreiteiligen Serie über das Leben der Eritreer in der Schweiz. Erste Station ist das Empfangs- und Verfahrenszentrum des Bundes in Kreuzlingen im Kanton Thurgau. Hier blickt der Moderator Michael Weinmann zusammen mit Gaby Szöllösy vom Staatssekretariat für Migration hinter die Kulissen. Und er geht der Frage nach, warum soviele Eritreer in die Schweiz reisen und warum die meisten von ihnen bleiben dürfen. Ein Portrait eines frisch angereisten Asylsuchenden aus Eritrea zeigt, wie beschwerlich so eine Flucht sein kann.

Im Durchgangsheim

Nach seiner ersten Station im Empfangszentrum in Kreuzlingen lebt der Eritreer Habtom Berhe nun seit einigen Monaten im Durchgangsheim in Arbon TG. Von Freunden hat er gehört, dass es sich lohnt, in die Schweiz zu flüchten und erklärt: «Dafür bin ich fast gestorben, denn ich ging zwei Wochen durch die Wüste ohne zu essen.» Pro Woche bekommt er 84 Franken Taschengeld.

Auf Arbeitssuche

Die meisten Flüchtlinge aus Eritrea tun sich schwer, eine Arbeit zu finden. Nur wenige schaffen es, einen Job zu finden und sich zu lösen von der Sozialhilfe. Ein positives Beispiel dafür ist Amanuel Sium. Der Eritreer arbeitet als Linienführer in einer Dosenfabrik. Er engagiert sich aber auch als Freiheitskämpfer für sein Heimatland. Es soll Eritreer geben, die gezwungen werden, Steuern an Eritrea zurückzuzahlen, weil sie ins Ausland geflüchtet sind. Diesem Gerücht geht der Moderator Michael Weinmann nach und bespricht mit der Flüchtlingsbegleiterin Daniela Jost von der Peregrina Stiftung in Sulgen TG, warum die Integration in den Arbeitsmarkt so schwierig ist.

9 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    "Tausende Eritreer sind letztes Jahr in die Schweiz gereist" Konkret: Tausende Eritreer sind letztes Jahr über diverse sichere Drittstaaten wie z. B. Italien in die Schweiz gereist.
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  • Kommentar von Fritz Moser, Thun
    Schon die Überschrift im Fernsehen gibt mir zu denken! Unsere neuen Einwohner..... Ich habe zweimal den Generalkonsul aus der Schweiz, welcher in Eritrea zuständig ist im Radio gehört! Er sagte, alles sei viel besser, als uns immer vorgegaukelt wird! Natürlich geht es den Menschen nicht gut und Sie möchten ein besseres Leben, also sind es grösstenteils Wirtschaftflüchtlinge! Sollten wir diesen Massstab gelten lassen, dann können wir aus 100 Ländern Menschen aufnehmen, denen es nicht gut geht.
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    1. Antwort von R. Graf, SO
      Natürlich macht der Generalkonsul (wohl eher der Honorarkonsul) eine solche Aussage. Kann man von ihm etwas anderes erwarten?
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    2. Antwort von B.Mathis, Küssnacht
      R.Graf,Solothurn,waren Sie dort dass Sie es besser wissen als der Konsul ?Was bringen Ihnen die Wirtschaftsflüchtlinge aus Eritrea,dass Sie diese so vehement verteidigen ? Wo wollen sie diese Alle unterbringen? Wenn schon jetzt überall überfüllt ist und Wohnungsnot herrscht. Ich möchte auch,dass es allen Menschen gut geht,aber das ist nun einmal nicht möglich,das sollten auch Sie einsehen.
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    3. Antwort von R. Graf, SO
      @B.Mathis Warum sollte ich einem eng mit der eritreischen Regierung befreundeten Honorarkonsul mehr glauben, als den Aussagen anerkannter Hilfswerke oder den Aussagen zahlreicher Flüchtlinge? Schon klar, die lügen alle um hier Asyl zu erhalten und die Hilfswerke dramatisieren, weil ihnen ohne den Flüchtlingen aus Eritrea die Arbeit ausginge ... Wer sagt, dass die Schweiz sie alle aufnehmen sollte? Davon spricht niemand. Ich bin für Menschenrechte, deswegen setze ich mich für sie ein.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Eritreer in der Schweiz: Der grösste Asylschwindel in der Schweizer Geschichte. Man lese: 'Eritrea treibt bei Tausenden Flüchtlingen in der Schweiz Steuern ein' bei AargauerZeitung.ch: "Die Entrichtung der Zwei-Prozent-Steuer, zum Teil aber auch die Unterzeichnung eines sogenannten "Letters of Regret" sind Voraussetzungen dafür, dass eritreische Flüchtlinge zurück in ihre Heimat reisen können. Das eritreische Generalkonsulat unterstützt die Reisenden......" usw. Die lachen nur über uns Deppen!
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    1. Antwort von Sandro Baumgartner, Zürich
      Solange UNO, Amnesty International und Reporter ohne Grenzen sagen daß Eritreer anrecht auf Asyl haben müssen wir es Akzeptieren.
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    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      Nein @Baumgartner, wir müssen gar nichts, schon gar nicht diesen Schwindel akzeptieren.
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    3. Antwort von R. Graf, SO
      @B. Christen. Die Frage ist 1. wie viele Eritreer diese Steuern bezahlen, 2. aus welchem Motiv und 3. wie viele Eritreer überhaupt die Möglichkeit haben, nach Eritrea zu reisen bzw. heil wieder die Rückkehr antreten zu können. Auf den grössten Teil warten Gefängnis und Folter und sie haben unter der momentanen Regierung bestimmt kein Interesse nach Eritrea zu reisen.
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