Erstes Hexendenkmal der Schweiz steht in Glarus vor Realisierung

Eine Lichtlösung soll beim Glarner Gerichtshaus sichtbar an das Schicksal von Anna Göldi erinnern. Ganz in der Nähe, wo sie 1782 hingerichtet und einem Justizmord zum Opfer fiel. Anna Göldi war eine der letzten Frauen Europas, die der Hexerei beschuldigt wurde.

Glarner Gerichtsgebäude mit Licht, das an Anna Göldi erinnert

Bildlegende: Zwei Lichter im Dachgeschoss des Glarner Gerichtsgebäudes sollen an Anna Göldi erinnern. zvg

Zur Realisierung des Anna Göldi-Denkmals wurde ein Wettbewerb lanciert. 50 künstlerische Beiträge wertete die Fachjury aus unter der Leitung von Peter Jenny, Professor für bildnerisches Gestalten an der ETH Zürich. Die Lichtlösung der aus Basel stammenden Künstler Hurter und Urech überzeugte die Jury und soll realisiert werden. Das Anna Göldi-Denkmal versteht sich auch als Mahnmal für Opfer von Ausgrenzung, Diskriminierung oder staatlicher Willkür.

Die Anna Göldi-Stiftung und ein aus Glarner Persönlichkeiten bestehendes Komitee sind für die Umsetzung des Mahnmals verantwortlich und werden die Finanzierung sicherstellen.