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Erweiterungsbau PH Thurgau Luxustempel oder Zweckbau?

Legende: Audio Augenschein mit Befürworter und Gegner vor Ort (15.11.2017) abspielen.
4:42 min

Um was geht es? An der Pädagogischen Hochschule in Kreuzlingen studieren zur Zeit 800 angehende Lehrer. Die 2008 eingeweihten Neubauten sind allerdings lediglich für rund 350 Studierende ausgelegt. Mit Provisorien konnte die Raumnot bisher temporär überbrückt werden, ein Erweiterungsbau sei aber dringend nötig, schreibt der Thurgauer Regierungsrat in seiner Botschaft zum Kredit für den Erweiterungsbau über knapp 27 Millionen Franken. Der Regierungsrat und der Grosse Rat (95:12 Stimmen) empfehlen der Vorlage zuzustimmen.

Visualisierung Neubau PH Thurgau
Legende: So soll der Neubau der Pädagogischen Hochschule aussehen. Kanton Thurgau

Was sagen die Gegner? Das Projekt sei zu teuer, sagen die Gegner. Sie haben sich im Komitee «Nein zu diesem teuren Bildungstempel» formiert. Der heutige Erweiterungsbau sei im Vergleich zum PH-Neubau des Jahres 2008 pro Kubikmeter 27,9 Prozent teurer, sagt der CVP-Kantonsrat Alex Frei. Er vermisse bei diesem Projekt den Willen zum Sparen.

Was sagen die Befürworter? Für knapp 27 Millionen Franken bekomme man das Optimum, betonen die Gegner. Der Bedarf sei ausgewiesen und es stimme nicht, dass der Bau zu teuer sei. Andreas Wirth, Kantonsrat SVP und Mitglied des Ja-Komitees sagt: «Der geplante Erweiterungsbau ist nicht teurer im Verhältnis zum Vorgängerbau. Wenn wir die heutigen Normen anschauen, die wir einhalten müssen, dann kommt der Bau etwa gleich teuer. Und wenn man hätte mehr sparen wollen, hätte man das Raumangebot kürzen müssen. Aber dann hätte man wieder zu wenig Räume gehabt.»