Hochspezialisierte Medizin Es dauert und dauert

Schwierige Operationen am Bauch, am Darm oder bei Krebs sollen nur noch in bestimmten Spitälern durchgeführt werden. So wollen es die Kantone. Passiert ist bis heute noch nicht viel. Auch, weil sich die Spitäler mit Händen und Füssen dagegen wehren, wie das Beispiel vom Kantonsspital Glarus zeigt.

Operationssaal mit OP am Bauch

Bildlegende: Bauchoperationen gelten als hochspezialisierte Medizin. Nur gewisse Spitäler dürfen sie künftig noch durchführen. Keystone

Operationen zu zentralisieren, das trifft vor allem die kleinen Spitäler. Eines davon ist das Kantonsspital Glarus. Dieses wehrt sich dagegen, dass ihm die Bauchoperationen, die viszeralchirurgischen Eingriffe, weggenommen werden. Das Spital hat geklagt.

Ansicht des Ärztegremiums: Diese und weitere Klagen anderer Spitäler verzögerten die Zentralisierung, kritisiert Daniel Scheidegger, Vorsitzender des beratenden Ärzte-Gremiums. Dieses berät die Kantone bei der Entscheidung, welche Eingriffe als hochspezialisierte Medizin gelten und welche nicht.

Ansicht des Kantonsspitals Glarus: Aus der Sicht des Kantonsspitals Glarus ist die Bauchchirurgie keine hochspezialisierte Medizin, sondern gehört zur Grundversorgung, deshalb sollte diese nicht zentralisiert werden, sondern allen Spitälern offen bleiben, so das Argument.