Es klingt gut für das Toggenburger Klanghaus

Die Bevölkerung von Wildhaus-Alt St. Johann hat den Zonenplan für den Bau des Klanghauses genehmigt. Damit nimmt das Projekt eine wichtige Hürde. Die Erleichterung bei der Gemeinde und beim Kanton St. Gallen sind gross. Denn im Toggenburg brauche es dringend neue Impulse.

Ein grosses Y-förmiges Gebäude aus Holz soll schon in wenigen Jahren am Schwendisee im Toggenburg stehen. Das Klanghaus soll am Klangweg entstehen, welcher jedes Jahr von rund 30'000 Leuten besucht wird.

«Wir können keine Industrie ansiedeln, wir brauchen Impulse aus dem Tourismus und der Kultur. Das Klanghaus ist zwar kein Wertschöpfungsmotor an sich, aber das Drumherum lässt viel zu», so Rolf Züllig, Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St. Johann. So dürften Hotels, Restaurants oder die Bergbahnen in der Region mit mehr Gästen rechnen.

Die Obertoggenburger seien vor einigen Jahren noch wenig begeistert gewesen von der Idee. Zu viel Geld für Kultur habe skeptische und kontroverse Stimmen hervorgerufen. Mitterweile habe die Bevölkerung aber die Chance erkannt, die das Klanghaus bietet, so Rolf Züllig. Die Änderung für den Zonenplan in der Gemeinde ist nun abgeschlossen. Ohne Einwände aus der Bevölkerung.

Wichtiges Zeichen aus der Standortgemeinde

Der zuständige St. Galler Regierigsrat ist erleichtert, dass nun die technischen Voraussetzungen für das Bauprojekt geschaffen sind. Es habe viele kritische Stimmen, ungeklärte Fragen gegeben. Diese Hürde sein nun aber geschaft, erklärt der zuständige St. Galler Regierungsrat Martin Klöti.

Das Klanghaus kostet voraussichtlich 25 Millionen Franken. Davon sollen fünf Millionen durch Dritte beigesteuert werden. Läuft alles nach Plan, soll die Bauvorlage noch dieses Jahr ins Parlament kommen, 2016 ist die Abstimmung geplant. 2020 würde das Klanghaus eröffnet.

Klanghaus Toggenburg:

Das Klanghaus ist eine Art begehbares Instrument. Es ist vor allem als Kulturobjekt gedacht. Sprich als Probe- und Experimentierraum für Bands, Chöre oder Musikgruppen. Im Klanghaus hat es vier Proberäume und auch ein Tonstudio. Die Wände können verstellt werden, so dass sich die Akustik verändert. Zudem hat es eine «Stube», diese ist öffentlich zugänglich, dort können Besucher einen Kaffee trinken. Zudem soll das Klanghaus architektonisch ein Highlight sein.