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Ostschweiz «Es reicht!», Bischof Huonder

Fast 2000 Katholiken haben gegen den Churer Bischof Huonder demonstriert. Mit ihrer Botschaft «Es reicht!» sind sie zum Sitz von Bischof Markus Büchel, dem höchsten Katholiken in der Schweiz, marschiert. Er soll Bischof Huonder absetzen.

Verschiedene katholische Organisationen hatten zur Demonstation gegen Bischof Vitus Huonder aufgerufen. In einem Schreiben an den Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, den St. Galler Bischof Markus Büchel, fordern die Demonstranten eine neue Leitung für das Bistum Chur. Vitus Huonder soll durch einen Administrator ersetzt werden, der das Vertrauen der Mehrheit der Katholiken geniesse.

Legende: Video Markus Arnold: «Ein Administrator im Bistum Chur ist dringend nötig» abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.03.2014.

Ein Administrator wird dann eingesetzt, wenn der Diözesan-Bischof nicht mehr in der Lage ist, seine Diözese zu führen.

Markus Arnold, der Organisator der Allianz «Es reicht!», sagte in der «Tagesschau»: «Ein Administrator ist Bistum Chur dringend nötig. Dort sind Bischof Vitus Huonder, das Domkapitel und der Generalvikar nicht mehr in der Lage zum Wohle des Bistums zu wirken. Dies Problem kann nur von Rom gelöst werden. Deshalb ist ein Administrator eine bewährte Lösung in einer solchen Situation.»

«Würde vieler Menschen verletzt»

Seit Jahren habe die Bistumsleitung von Chur durch ihre Verlautbarungen das öffentliche Gespräch über die Kirche dominiert und die eigenen Seelsorgenden diffamiert, begründen die Demonstrierenden ihren Schritt. Es sei das Bild einer harten, ausgrenzenden und die Würde vieler Menschen verletzenden Kirche entstanden.

«Es geht um die Sache, nicht um die Person»

Laut dem Sprecher des Bistums Chur, Giuseppe Gracia, gehe es den Demonstranten in Wahrheit nicht um die Person des Bischofs, sondern viel mehr um die Kirche selbst. Man wolle Änderungen zum Beispiel im Umgang der Kirche mit Homosexuellen oder in Fragen rund um das Priestertum für Frauen erreichen. Den Kritikern wirft Gracia Unehrlichkeit vor.

Legende: Video Steinen: Pfarrer spaltet Dorf abspielen. Laufzeit 4:43 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 10.03.2014.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Meier, Thun
    Zu demonstrieren ist ein demokratisches Recht. Allerdings handelt es sich hier nicht um eine politische Frage, sondern um eine Frage innerhalb der katholischen Kirche. Die röm.-kath. Kirche ist aber nicht demokratisch. Und Demonstrationen dieser Art sind sowenig biblisch begründbar wie die hauptsächlich gestellten Forderungen. Die Demonstranten liegen da irgendwie falsch. Sie können ihr Problem nur mit einem Austritt aus der röm-kath Kirche lösen.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Es ist zu bedenken, das viele Mitglieder ein schizophrenes Verhältnis zur röm. kath. Kirche haben. Solche scheren sich einen Dreck um die Gebote und Dogmen dieser Kirche, treten aber nicht aus, weil sie dann ihr Seelenheil gefärdet sehen. Da sind mir Kritiker bedeutend lieber, die sich für eine menschliche, zeitgemässe Kirche einsetzen. Schliesslich ist jede Religion schlussendlich vom Menschen geschaffen worden.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Dieser a-la-Carte-Katholizismus, den sich diese Protestler offenbar wünschen, ist ein Witz. Hounder vertritt nichts anderes als die stinknormale katholische Lehre. Wem das nicht passt, soll aus der KK austreten. Und das sage ich als Protestant.
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  • Kommentar von Heinz Zwahlen, Zürich
    Ich finde, wir Menschen müssten sich zu Gott und der von Jesus auf Petrus gegründeten Kirche bekehren, und nicht umgekehrt! Was wollen wir wirklich: die Rettung unserer Seelen, oder den Geschmack des Zeitgeistes dieser Welt, auf der wir ja so kurz und so defizitär leben??? Ich will eine Zukunft nach dem sicheren Tod!
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