Eternit überlegt sich Wegzug aus Glarus nochmals

Nach einem Entscheid der Gemeindeversammlung wollte die Firma Eternit ihren Haupsitz aus Glarus Nord abziehen. Nun hat die Regierung mit der Eternit ein Gespräch geführt. Es gebe wieder Hoffnung, sagt Volkswirtschaftsdirektorin Marianne Lienhard.

Ein Mitarbeiter in Niederurnen an der Arbeit.

Bildlegende: Ein Mitarbeiter verpackt in Niederurnen Faserzementplatten. Keystone

Die Eternit plante in Niederurnen in der Gemeinde Glarus Nord ein neues Werk, einen sogenannten Innovationsstandort. Weil die Gemeindeversammlung die dafür nötige Umzonung ablehnte, kündigte Eternit an, das Werk an einem anderen Ort zu bauen und auch den Hauptsitz zu verlegen.

Nun hat sich die Glarner Regierung mit der Geschäftsleitung der Eternit zu einem Gespräch getroffen. Die Firma sei immer noch enttäuscht, sagt Volkswirtschaftsdirektorin Marianne Lienhard in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. Die Verantwortlichen nehmen sich nun ein halbes Jahr Zeit, einen neuen Plan auszuarbeiten.

Gemäss Lienhard gebe es noch eine Chance für den Kanton Glarus. Man habe zwar nicht mehr sehr viele geeignete Grundstücke. Die Regierung biete aber Hand, wenn sich etwas herauskristallisiere. Sie wolle auch eine eventuell nötige Umzonung unterstützen.