Expo 2027: Uneinigkeit über die Verantwortung

Noch ist die Expo 2027 in der Bodenseeregion eine Idee. Der Bund hat aber seine Unterstützung signalisiert, diese Idee weiterzuverfolgen. Kommt es tatsächlich zur Durchführung der Landesausstellung, müssen Bund und Kantone aber noch regeln, wer die Verantwortung trägt.

Sicht auf die Berge, dunkle Wolken, Bodensee.

Bildlegende: Der Bundesrat steht zwar hinter den Expo-Plänen, von Hauptverantwortung will er aber im Moment nichts wissen. Imago

Im vergangenen Jahr haben die Ostschweizer Expo-Kantone festgehalten, dass der Bund die Führung der Expo 2027 übernehme - wenn die Expo denn tatsächlich kommt.

Beim Staatssekretariat für Wirtschaft des Bundes klingt dies heute aber anders: Da die Ostschweizer Kantone von sich aus aktiv geworden seien, liege die Führung und die Verantwortung auch bei ihnen - der Bund habe nichts bestellt.

«Der Bund ist Auftraggeber»

Anders sieht das die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag, Leiterin des Expo-Ausschusses: «Wir gehen davon aus, dass der Bund die Hauptverantwortung übernimmt. Er ist schliesslich Auftraggeber der Landesausstellung.»

Die Frage der Verantwortung kommt für Haag aber zu früh. Für die allfällige Durchführung der Expo müsse eine besondere Organsiation gegründet werden. Darin seien Bund und Kantone angemessen vertreten, auch die Hauptverantwortung für die Expo müsse dort geregelt werden.