Facelifting für St. Galler Spitäler

Sechs St. Galler Spitäler sollen in den nächsten Jahren saniert und erweitert werden. Insgesamt möchte die Regierung 930 Millionen Franken investieren. Ein Uberblick.

Die St. Galler Kantonsregierung will rasch in eine «wohnortnahe und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung» investieren. Deshalb beantragt die Regierung dem Kantonsrat Baukredite über insgesamt 930 Millionen Franken. Die Vorhaben seien «Bestandteil des priorisierten Investitionsprogramms 2014 – 2023 der Regierung», heisst es in der Botschaft an den Kantonsrat.

In einer ersten Tranche sollen die Spitäler St. Gallen, Altstätten, Grabs, Linth und Wattwil saniert werden. Ebenfalls anstehend ist der Neubau des Ostschweizer Kinderspitals auf dem Areal des Kantonsspitals. Dafür beantragt die Regierung einen Kredit in Form eines Darlehens an die Trägerschaft.

Erste Etappe

    • Blick auf zwei GEbäude, im Hintergrund eine Stadt

      Bildlegende: Kantonsspital St. Gallen Keystone

      Kantonsspital St. Gallen

      Das Kantonsspital St. Gallen soll saniert, einzelne Gebäude neu gebaut werden. Die Operationssäle, die zurzeit auf drei Häuser verteilt sind, und die Untersuchungs- und Behandlungsbereiche sollen neu konzentriert werden. Auch die Zentrale Notfallaufnahme, die Intensivpflegestation, die Kardiologie, die Gastroenterologie und die Pneumologie bekommen eine neue Klinik. Ebenfalls stehen umfassende Sanierungsarbeiten an. Nicht Teil der Vorlage ist die Sanierung Hochhauses 04. Für das Kantonsspital St. Gallen beatragt die St. Galler Regierung einen Kredit über 400 Millionen Franken.

    • Spital Altstätten

      Bildlegende: Spital Altstätten Spital Altstätten zvg

      Spital Altstätten

      Die St. Galler Regierung möchte auch künftig die Grundversorgung mit dem Spital Altstätten sicherstellen. Allerdings muss das Spital für 85 Millionen Franken saniert werden – wobei 80 Prozent der Ausgaben für Neubauten reserviert sind. Geplant sind, um den heutigen Anforderungen wieder zu entsprechen, ein neuer Behandlungstrakt mit Patientenaufnahme, Notfallabteilung, Ambulatorien, Radiologie, Labor, Pflege, Intermediate Care Station und ein Operationsbereich für die Chirurgie und Orthopädie. Geplant ist auch ein neuer Bettentrakt.

    • Spital Grabs

      Bildlegende: Spital Grabs Spital Grabs zvg

      Spital Grabs

      In Grabs sollen die drei Gebäude A, B und C sowie der heutige Notfall und die Radiologie zusammengefasst werden. Tagesklinik, Onkologie, Patientenaufnahme, Ambulatorien, Radiologie und Operationsbereich werden ebenerdig zugänglich und die Notfallaufnahme verfügt künftig über einen eigenen Zugang, heisst es in der Botschaft der Regierung. Die Regierung rechnet mit Kosten von 137 Millionen Franken, wobei das gesamte Volumen für Neubauten eingesetzt werden soll.

    • Hausfassade

      Bildlegende: Spital Linth in Uznach Martin Rütschi

      Spital Linth

      Für Erneuerung und Sanierung des Spitals Linth in Uznach rechnet die St. Galler Regierung mit Kosten von 98 Millionen Franken, 71 Prozent davon sollen für Neubauten eingesetzt werden. Neu bauen will die Regierung Gebäude für die Bereiche Untersuch/Behandlung, Ambulatorium/Tagesklinik und Logistik/Verwaltung. Das Spital Linth wurde bereits in den Jahren 2006 bis 2009 in einer ersten Etappe umgebaut – unter anderem wurde ein neuer Helikopterlandeplatz erstellt. Das Spital soll auch künftig die Grundversorgung anbieten.

    • Aussenansicht eines Gebäudes in einem Park

      Bildlegende: Spital Wattwil zvg

      Spital Wattwil

      Im Spital Wattwil sind laut Regierungsrat Sanierungsarbeiten für 85 Millionen Franken geplant. Rund die Hälfte des Investitionsvolumens ist für Neubauten vorgesehen. Geplant ist die Erneuerung der Gebäudetrakte A und C, während Trakt B zurückgebaut wird. Neu sollen die Behandlungs- und Untersuchungsräume in den Trakten A und C ihren Platz finden. Weiter ist ein Erweiterungsbau geplant.

    • Ostschweizer Kinderspital in St.Gallen, Aussenansicht

      Bildlegende: Ostschweizer Kinderspital Ostschweizer Kinderspital SRF

      Ostschweizer Kinderspital

      Das Ostschweizer Kinderspital soll auf dem Areal des Kantonsspitals neu gebaut werden. Geplant sind zwei Gebäude, die mit den Einrichtungen des Kantonsspitals verbunden sind. So soll der Gebärsaal und die Wöchnerinnenstation direkt angeschlossen werden. Auch die Neonatologie des Kantonsspitals und die Intensivstation des Kinderspitals werden zusammengehängt. Die Stiftung Ostschweizer Kinderspital rechnet mit Gesamtkosten von 187 Millionen Franken. Getragen wird die Stiftung von den Kantonen St. Gallen, Thurgau und beiden Appenzell sowie dem Fürstentum Liechtenstein. Der St. Galler Regierungsrat ist bereit, den Neubau mit 126 Millionen Franken zu unterstützen.

Bereits angedacht ist auch eine zweite Sanierungsetappe, die von der Regierung allerdings noch nicht beraten wurde.

Zweite Etappe

    • Ansicht Gebäude in einem Park

      Bildlegende: Spital Wil zvg

      Spital Wil

      Die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten am Spital Wil sollen erst in einer zweiten Tranche erfolgen, so der Regierungsrat. Insgesamt wird mit Investitionen von 110 Millionen Franken gerechnet. Das Spital Wil soll auch künftig die Grundversorgung sicherstellen.

    • Eingangsbereich eines Gebäudes

      Bildlegende: Spital Flawil Keystone

      Spital Flawil

      Das Spital Flawil soll in einer zweiten Tranche saniert werden. Das Spital soll weiterhin die Grundversorgung abdecken. Investitionsbedarf: 75 Millionen.

    • Spital Rorschach

      Bildlegende: Spital Rorschach Spital Rorschach Till Forrer

      Spital Rorschach

      Um auch künftig die Grundversorgung am Spital Rorschach anbieten zu können, rechnet die Regierung mit Kosten von 75 Millionen Franken.

    • Spital Walenstadt

      Bildlegende: Spital Walenstadt Spital Walenstadt zvg

      Spital Walenstadt

      Die Sanierungsarbeiten am Spital Walenstadt haben zweite Priorität. Insgesamt rechnet die Regierung mit Investitionen von 100 Millionen Franken. Mit dem Spital Walenstadt soll die Grundversorgung gewährleisten werden.