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Ostschweiz Fall Fischingen: «Es muss noch weitergehen»

Eine Untersuchung bestätigt, dass im ehemaligen Kinderheim St. Iddazell des Klosters Fischingen Kinder misshandelt wurden. Die Opfer sollen durch einen Soforthilfefonds entschädigt werden. Den Betroffenen reicht dies jedoch nicht.

Ein ehemaliges Kloster, davor eine Blumenwiese.
Legende: Das Kinderheim im Kloster Fischingen wurde 1976 geschlossen. SRF

Die Kinder und Jugendlichen wurden mit Gürteln geschlagen, mussten zur Strafe tagelang in die Dunkelkammer oder stundenlang auf einen Vierkantlineal knien. Der Verein Kloster Fischingen sowie die involvierten Klöster entschuldigten sich für die Taten. Opfer können sich an einen Fonds wenden, der über Beiträge zwischen 4000 und 12‘000 Franken entscheidet.

Dies sei ein Anfang, sagt ein Betroffener, der seinen Namen nicht öffentlich sagen will. Allerdings reiche das kaum, um die Spätfolgen zu behandeln. Dies sieht auch der Bund so, der verschiedene Gesetzesänderungen plant. Damit soll den Opfern von Zwangsmassnahmen in der ganzen Schweiz entsprechende Hilfe ermöglicht werden.

Juristische Folgen wird der Fall Fischingen wahrscheinlich keine mehr haben. Nur noch ein angeschuldigter Pater lebt. Eine Beschwerde in diesem Zusammenhang hatte das Bundesgericht erst kürzlich abgewiesen, da die Taten verjährt sind.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Bendicht, Bern
    Wo sind jetzt die Kinderschützer von der SVP? Warum fordert hier keiner ein Berufsverbot für Pfarrer und katholische Lehrer, denn diese haben sich Jahrzehnte lang, weltweit an Kindern vergangen und kein einziger Pfarrer ist deswegen im Gefängnis gelandet! Die Absenz der Empörten spricht Bände darüber, dass es ihnen bei ihrer rechtsstaatlich schlimmen Initiative nicht um die Kinder geht, sondern nur darum, die Richter und die Gerichte zu schwächen. Die missbrauchten Kinder sind ihnen doch egal!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Dieser Missbrauch der Jugentlichen und Kindern wurde durch sogenannte Vertreter Gottes getan... und die kath Kircht duepiert sich immer noch, dagegen mit Haerte vorzugehen..Beschaemend ... Geld ist doch nichts, aber eine Kirche die offenlegt und die Ihren in Verantwortung zieht wuerde etwas "Entschaedigung" geben.. aber wo der gute Wille fehlt........
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  • Kommentar von Joyce Schmid, Hauptwil
    Solche Mishandlungen dürfen nicht verjähren. Wie können Kinder/Jugendliche danach Menschen wieder vertrauen wenn ihre "Vertrauenspersonen" sie so misshandeln? Sie leiden ein ganzes Leben lang unter die Folgen. Das bisschen Entschädigung bezahlt nicht einmal die nötigen Therapie. Meine Meinung nach können solche schwerwiegende Taten nicht "ent-schuldigt" werden... Die Schuld muss übernommen werden, Reue gespürt werden und danach gehandelt, damit es an anderen Orten nie wieder passieren darf.
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