Fall Unterrechstein: Behindertenverband will vor Gericht

Vor einem Jahr verwehrte das Heilbad Unterrechstein einer Gruppe mit mehrfach behinderten Kindern den Zutritt zum Hallenbad. Behindertenverbände bezeichnen dies als diskriminierend. Nach erfolglosen Verhandlungen wollen die Verbände nun vor Gericht. Sie haben Anzeige eingereicht.

Schwimmer im Hallenbad

Bildlegende: Schwimmen im Hallenbad - für Menschen mit Behinderungen nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Keystone

Personen mit körperlicher oder geistiger Behinderung würden bei den andern Badegästen auf wenig Akzeptanz stossen, hiess es vergangenes Jahr auf Seiten des Heilbades. Zudem sei die Gruppe nicht auf eine Randzeit angemeldet gewesen.

In Verhandlungen hatten die Behindertenverbände erreichen wollen, dass das Heilbad eine Diskriminierung der Behinderten zugibt. Dies sei nicht zustande gekommen, sagt Roland Eberle, Geschäftsführer von Procap.

Mit dem Gang ans Gericht soll ein Zeichen gesetzt werden. «Wir wollen erreichen, dass das Gericht die Diskriminierung feststellt. Das wird eine Wirkung haben auch für andere öffentliche Anlagen», sagt er gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz».