FDP fordert Zeitplan für St. Galler Marktplatz

Auch im zweiten Anlauf haben die St. Galler Stimmberechtigten die Neugestaltung des Marktplatzes verworfen – deutlicher wie vor vier Jahren. Die Parteien fordern, dass es möglichst zügig weitergeht.

Der St. Galler Marktplatz.

Bildlegende: Die FDP verlangt, dass es am Marktplatz keinen Marschhalt gibt. Keystone

11'969 St. Gallerinnen und St. Galler haben am Wochenende die Neugestaltung des St. Galler Marktplatzes abgelehnt, nur 8591 Stimmberechtigte haben die Vorlage angenommen.

Als erste Reaktion forderte Stadtpräsident Thomas Scheitlin gestern Sonntag eine Denkpause: «Wir legen einen Marschhalt ein, fangen noch einmal bei Null ein. Dass mit den Bauarbeiten, wie ursprünglich geplant, 2019 angefangen wird, ist unrealistisch», so Stadtpräsident Scheitlin.

Anders sieht es FDP-Präsident und Stadtparlamentarier Andreas Dudli: «Wir fordern, dass der Stadtrat bis im Sommer seinen Zeitplan bekannt gibt. Die neue Vorlage soll rasch ausgearbeitet werden», so Dudli.

Nicht ganz so schnell soll es nach Meinung der CVP weitergehen. «In ein bis zwei Jahren können wir die Neugestaltung wieder angehen», sagt CVP-Präsident Michael Hugentobler. Auch Peter Olibet, Vize-Präsident der SP und ebenfalls Stadtparlamentarier, pressiert es nicht: «Aber die Umsetzung des autofreien Marktplatzes kann man zügig angehen.»