Flughafen Altenrhein Flugsicherung ohne Lotse?

Die kleinen Flughäfen in der Schweiz müssen sparen, denn neu wird die Flugsicherung nicht mehr von den grossen Flughäfen querfinanziert. Es entstehen mehr Kosten, die zu Sparmassnahmen bei der Flugsicherung führen könnten. Auch beim Flughafen Altenrhein.

Der Tower beim Flughafen Altenrhein.

Bildlegende: Bald leer ab 18 Uhr? Der Tower beim Flughafen Altenrhein. Keystone

Vorgeschichte: Die Regionalflugplätze haben neu ein Problem bei der Finanzierung der Flugsicherung. Bisher wurde die Flugsicherung der Kleinen durch die Flugsicherung der grossen Zürich, Basel und Genf querfinanziert. Dies ist aber aufgrund einer internationalen Regelung nicht mehr erlaubt. Es entstehen Mehrkosten der Flugsicherung für die Regionalflugplätze, welche diese mit Sparmassnahmen bei der Flugsicherung zu beheben versuchen.

Pilotversuch in Grenchen: In einem Pilotprojekt will man ab 18 Uhr auf Personal im Tower verzichten. Die Verantwortung für den Start oder die Landung verschiebt sich vom Fluglotsen zum Piloten. In Grenchen ist man sicher, dass dies möglich ist. Das Risiko steige nicht, denn die Methode werde im Ausland schon erfolgreich angewendet.

Auswirkungen für Altenrhein: Ist das Pilotprojekt in Grenchen erfolgreich, könnte ein unbesetzter Tower ab 18 Uhr auch auf dem Flughafen Altenrhein ein Thema werden. Voraussetzung sei aber, dass der Bund die Verordnung betreffend die Linienflüge anpasse, sagt der Mediensprecher Thomas Mary.

In dieser Verordnung heisst es, dass bei Linienflügen immer ein Lotse im Tower die Start- oder Landeerlaubnis geben müsse. Ist der Versuch in Grenchen erfolgreich, könnte es durchaus passieren, dass der Bund die Verordnung ändere, sagt Thomas Mary.

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