Folgen von Lothar im Thurgau immer noch sichtbar

Vor 15 Jahren fegte einer der schwersten Stürme über die Schweiz. Die Schäden sind zwar ausgebessert. Es fehlen aber alte und grosse Bäume. Das zeigt ein Streifzug durch die Thurgauer Wälder.

Auf einen Schlag entstand am 26. Dezember 1999 im Thurgau 200'000 Kubikmeter Sturmholz. Lothar fegte ganze Waldabschnitte weg. «Das war in erster Linie ein grosser wirtschaftlicher Schaden», sagt Geri Schwager vom Thurgauer Forstamt. Allerdings habe Lothar auch einige Chancen geboten.

Schwager zeigt als Beispiel einen Waldabschnitt auf dem Sonnenberg bei Stettfurt. «Hier konnten wir eine Fläche freihalten, welche Wild und Jägern Vorteile bringt.» Auf rund 500 Quadratmetern wird das Gras einmal jährlich gemäht, rundherum wurde der Wald wieder aufgeforstet. So hat das Wild einen geschützten Platz zum äsen und die Jäger können die Tiere besser beobachten.

Am Beispiel eines Waldes in Aadorf zeigt Schwager die Entwicklung der letzten 15 Jahre. «Auf diesem Foto sehen wir ein totales Chaos.» Lothar knickte etliche Bäume um. Nun hat sich an dieser Stelle wieder ein Jungwald etabliert. Diesem fehlen allerdings die hohen Bäume. «Das dauert noch etwa 40 Jahre», sagt Schwager.