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Food Scout Auf der Suche nach kulinarischen Schätzen

Ribelmais in einer grossen Stahlpfanne.
Legende: Der Rheintaler Ribelmais ist wieder omnipräsent. SRF

SRF News: Sie wissen, was man wo essen muss und wo es was gibt. Können sie uns verraten, was man in der Ostschweiz unbedingt einmal probiert haben muss?

Dominik Flammer: Man muss unbedingt mal einen Bloderkäse im oberen Toggenburg essen. Es ist der älteste Schweizer Käse, ein Sauermilch-Käse wie ein Ziger. Und im Appenzeller Vorderland sollte man eine «Krutwurst» essen. Das ist wie eine Siedwurst, aber ohne Kümmel und mit 30 Prozent Sauerkraut oder Weisskohl.

Man isst wieder gerne Produkte aus der Region, warum ist das so?

Die Schweiz hatte die erste globalisierte Küche. Die grossen Köche, die international in den Hotels arbeiteten, trugen die französische, italienische Küche hinaus in die Welt. Die Schweiz entdeckt sich selbst wieder und merkt, dass wir viele Spezialitäten haben, die wir selbst nicht kennen. Aber genau dies sind Produkte, die sich lohnen wiederzuentdecken.

Es gibt nicht nur Fast Food, sondern auch Slow Food. Die Bewegung zu regionalen Produkten aus kleinen Produktionen, eine Bewegung die weiterhin auf dem Vormarsch ist?

Ja ganz bestimmt. Wir merken jetzt schon eine starke Bio-Bewegung und auch «Pro Specie Rara». Also alte Raritäten von Gemüsen und Obst, Tieren wieder anbaut. Diese haben einen grossen Zulauf. Es gibt immer mehr Leute, die sich damit beschäftigen. Das sich Auseinandersetzen mit Essen und regionalen Spezialitäten wird zu einem neuen Statussymbol, eine Bewegung, die in den nächsten Jahren stark zu nehmen wird.

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