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Ostschweiz Fredy Brunner: «Ich habe nur meinen Job gemacht»

Nach 17 Jahren in der Politik ist Schluss: Der St. Galler Stadtrat Fredy Brunner hört Ende März auf. Die Stadt St. Gallen hat ihm einiges zu verdanken.

Legende: Audio Fredy Brunner: «Das Dolce Vita liegt mir nicht» (26.03.2015) abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
11 min, aus Regi Ostschweiz vom 26.03.2015.

«Meine Zeit als Stadtrat war geprägt von vielen Infrastruktur-Projekten und damit verbunden mit Kontakten zu vielen Menschen und Firmen in Stadt, Kanton, Region, Bund und im Ausland». Diese Worte sind Teil des Abschieds-Schreibens, das Fredy Brunner in den letzten Tagen Freunden, Bekannten, Weggefährten und Medien zukommen liess.

Brunner hört nach zehn Jahren nicht einfach auf, er verabschiedet sich - und geniesst diesen Abschied, diese Aufmerksamkeit um seine Person ein letztes Mal. «Es war spannend, ab und zu im Mittelpunkt zu stehen. Aber, manchmal war es auch belastend», sagt der bald 67-Jährige in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Viel bewegt

Brunner hat in der Stadt St. Gallen viel beweget, von links bis rechts wird sein Pioniergeist gelobt. So hat die Stadt St. Gallen in den letzten zehn Jahren eine neue Busflotte erhalten, das Kehrichtheizkraftwerk wird saniert, das flächendeckende Glasfasernetz ist auf gutem Weg - und das Energiekonzept 2050 eingeläutet.

Als «Mr. Geothermie» hat sich Brunner über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Auch wenn das Projekt am Ende gescheitert ist und die Stadt dadurch 44 Millionen Franken verloren hat: Brunner hatte schon früher immer wieder betont, dass er heute gleich handeln würde.

Ich freue mich darauf, am Morgen in Ruhe einen Kaffee zu trinken und mir dann zu überlegen, was wir machen
Autor: Fredy BrunnerStadtrat

Ende März geht die politische Karriere Brunners zu Ende. Den Sitz des FDP-Politikers übernimmt SP-Mann Peter Jans. Brunner freut sich vor allem darauf, mehr Zeit mit seinen acht Enkelkindern und seiner Frau verbringen zu können. Die Arbeit ganz sein lassen kann Brunner jedoch nicht. Er sei schon immer ein Macher gewesen, betont er. Und so verwundert es nicht, dass Brunner das Verwaltungsratspräsidium der Appenzeller Bahnen übernehmen wird und sich in der Stadt St. Gallen ein eigenes Büro gemietet hat.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr

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