Fuchsbestand im Thurgau gefährdet

Einzelne Füchse im Thurgau sind von der Fuchsräude befallen. Breiten sich die tödlichen Milben weiter aus, hat das einen Einfluss auf den Fuchsbestand.

Fuchs steht im Gras

Bildlegende: Ein Räude-Befall führt beim Fuchs in den meisten Fällen zum Tod. Keystone

In den Kantonen St. Gallen, Zürich und Aargau grassiert die Fuchsräude schon länger. Jetzt hat die tödliche Krankheit auch den Thurgau erreicht. Bruno Ackermann, Präsident des Thurgauer Jagdverbandes, bestätigt gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1: «Im Oberthurgau haben wir vier Füchse geschossen, zwei davon waren von der Räude befallen.»

Die Krankheit verläuft für die Füchse meistens tödlich. Die Milben befallen das Fell, führen zu einem starken Juckreiz, die Füchse fressen nicht mehr und sterben an Erschöpfung. Für die Jäger gibt es kaum eine Möglichkeit, die Krankheit einzudämmen. Das einzige, was sie laut Ackermann tun können, ist aufmerksam zu sein, kranke Tiere sofort zu schiessen und die Kadaver umgehend zu entsorgen.

Die tödlichen Milben können sich auch im Fell von Katzen und Hunden einniesten. Ackermann rät Haustierbesitzern, die Tiere regelmässig zu untersuchen sowie bei Juckreiz den Tierarzt aufzusuchen und sich Medikamente verabreichen zu lassen.