Fünf statt zehn Tage Vaterschaftsurlaub

Das Ausserrhoder Kantonsparlament krebst zurück: Im März befürwortete es noch einen Vaterschaftsurlaub von zehn Tagen, nun sollen den Kantonsangestellten fünf Tage reichen. Ausschlaggebender Grund: die Kosten von rund 86‘000 Franken pro Jahr.

Mann mit Kleinkind auf dem Arm.

Bildlegende: Männliche Kantonsangestellte dürfen bei der Geburt eines Kindes fünf Tage zu Hause bleiben. Keystone

Die Überraschung war gross, als im März das Kantonsparlament einem Vaterschaftsurlaub von zehn Tagen zustimmte. Nun hat das Parlament den Entscheid angepasst. Nach einer langen und intensiven Debatte einigten sich die Ausserrhoder Parlamentarier auf fünf Tage Vaterschaftsurlaub. Zwei Anträge, die den Urlaub noch weiter senken beziehungsweise ganz streichen wollten, wurden abgelehnt.

In der Debatte betonten alle Fraktionssprecher, der Kanton müsse ein starker, zeitgemässer Arbeitgeber sein. Doch finanziell seien die Mehrkosten von rund 86‘000 Franken zu hoch, so der SVP-Sprecher Mario Wipf. Von Seiten der Finanzkommission betonte Jürg Solenthaler zwar, dass die Mehrkosten verkraftbar seien und weniger als ein Prozent der gesamten Personalkosten ausmachten. Im Parlament fand er mit dieser Argumentation aber wenig Gehör.

Der Antrag, den Vaterschaftsurlaub für Kantonsangestellte auf fünf Tage festzulegen, wurde schliesslich mit 54 Ja-Stimmen angenommen.