Geberit: Dank Akquisition mehr Umsatz

Dank der Übernahme des finnischen Badausstatters Sanitec meldete Geberit am Mittwoch einen Umsatzsprung von 24,2 Prozent. Akquisitions- und währungsbereinigt stieg der Nettoumsatz der Sanitärtechnik-Gruppe aber lediglich um 2,7 Prozent.

Blick in die Geberit-Produktionsstätte im deutschen Pfullendorf.

Bildlegende: Blick in die Geberit-Produktionsstätte im deutschen Pfullendorf. Keystone

Beeinflusst wurde die Umsatzentwicklung nicht nur durch die Übernahme von Sanitec, die 649 Millionen Franken zum Umsatz beigetragen hat, sondern auch durch «erheblich negative» Wechselkurseinflüsse, wie das Unternehmen schrieb. Diese negative Folge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank vor einem Jahr beziffert Geberit auf 201 Millionen Franken.

Rückschläge in der Schweiz und China

Betrachtet nach Märkten hat Geberit im vergangenen Geschäftsjahr vor allem in der Schweiz und China Federn lassen müssen. In der Schweiz ging der Umsatz um 8,3 Prozent zurück, weil der Sanitärtechnikhersteller seit Anfang Februar einen Währungsrabatt von 10 Prozent im Zusammenhang mit der Frankenstärke gewährt hat. Und in der Region Fernost/Pazifik resultierte aufgrund der Konjunkturentwicklung in China ein Rückgang von 4,1 Prozent. In allen anderen Regionen verzeichnet Geberit 2015 ein Wachstum des Netto-Umsatzes.

Am 15. März wird der Konzern den Jahresabschluss und den Geschäftsbericht vorlegen. Dann wird sich zeigen, wie die Akquisition von Sanitec das Ergebnis beeinflusst hat. Im vergangen Oktober musste Geberit einen Gewinneinbruch aufgrund dieser Übernahme vermelden.