Gebet statt Demo – Amen!

Die jungen Katholiken sagen ihre Kundgebung für Bischof Huonder ab. Der Grund: Es sei der ausdrückliche Wunsch des Churer Bischofs. Tatsächlich, dieser hält nichts von einer Demo, man solle die Kirchenangelegenheiten nicht auf politischer Ebene austragen. Das Gebet sei die Antwort.

Bischof Vitus Huonder mit gefalteten Händen.

Bildlegende: Bischof Vitus Huonder plädiert für das Gebet zur Einigung der Kirche und nicht für Kundgebungen auf der Strasse. Keystone

«In demütigem Gehorsam beugen wir uns schweren Herzens dem ausdrücklichen Wunsch von Bischof Vitus Huonder und sagen die geplante Kundgebung für die wahre katholische Kirche vom Samstag, 8. März 2014 in St. Gallen ab. Wir bedauern diese Absage sehr», heisst es im Email vom Eidgenössischen Bund junger Katholiken.

Der Hintergrund für die Kundgebung ist der eisige Wind, der Bischof Vitus Huonder seit Monaten entgegen weht. Viele Katholiken teilen seine umstrittenen Ansichten und harten Positionen nicht. Er ist beispielsweise gegen Homosexuelle, gegen Paare, die im Konkubinat leben oder auch gegen geschiedene Wiederverheiratete. Damit stösst er vielen Katholiken vor den Kopf. Deshalb wurden für das Wochenende vom 8. und 9. März gleich zwei Kundgebungen organisiert: Eine für, die Andere gegen Huonder.

Die Absage sei ein richtiger Entscheid. Schliesslich setze man sich für eine barmherizige Kirche ein, und hinter diesem Anliegen müssten alle Katholiken stehen, sagt Rosmarie Koller, Präsidentin des Schweizerischen Frauenbunds. Gegen ihre Kundgebung gäbe es nichts entgegen zu setzen.

Die Demo will erreichen, dass es in der Bischofsleitung in Chur einen Wechsel gibt.