Gemeindefusionen bleiben weiterhin freiwillig

Im Kanton Thurgau sollen Gemeindefusionen nicht weiter vorangetrieben werden. Das schreibt der Thurgauer Regierungsrat auf einen Vorstoss aus dem Parlament. Und zu diesem Schluss kommt auch das Kantonsparlament.

Luftaufnahme Thurgau

Bildlegende: Gescheitert: Salmsach und Romanshorn lehnten eine Fusion 2013 ab. ZVG

1980 zählte der Kanton Thurgau 34 Einheitsgemeinden, 39 Munizipalgemeinden und 147 Ortsgemeinden. Das politische System war entsprechend unübersichtlich. 1990 erliess die Regierung eine Gemeindereform. Seither hat sich die Zahl der Gemeinden mehr als halbiert (80). Das ist gut so, findet die Thurgauer Regierung. Deshalb brauche es keinen weiteren Bericht, der die Chancen und Gefahren, die Stärken und Schwächen einer Fusion aufzeige.

Auch das Kantonsparlament ist dieser Meinung und lehnt deshalb einen Vorstoss ab, der einen solchen Bericht forderte.

Gemeindefusionen sind im Thurgau trotzdem weiterhin möglich. Allerdings müsse das Anliegen von der Basis kommen – also von den Gemeinden. Auch unterstütze der Kanton Fusionen weiterhin mit fachlicher Beratung und auch finanziell, so die Regierung.