Gemeinden sind vorsichtig gegenüber Geothermie

Nach einem Bericht der Kantone St. Gallen und Graubünden zum Geothermie-Potenzial vor allem im Rheintal sind die betroffenen Gemeinden vorsichtig. Die einen diskutieren eine Testbohrung, die anderen verwerfen die Hände.

ehemaliger Geothermie-Turm in St. Gallen

Bildlegende: Nach dem Scheitern des Geothermie-Projekt in St. Gallen 2014 sind die Gemeinden skeptisch. Keystone

Ein Bericht der Kantone St. Gallen und Graubünden zeigt, dass besonders das Sarganser Rheintal, Seeztal, Churer Rheintal und das Vorderprättigau Potenzial für Geothermie hätten.

Grosse Risiken für die Gemeinden

Der Bericht spricht allerdings nur vom Potenzial der Geothermie. Ob Bohrungen nach Erdwärme auch erfolgreich wären, müssten die Gemeinden selbst herausfinden. Solche Probebohrungen seien aber viel zu teuer für eine einzelne Gemeinde, heisst es im Rheintal.

Dies sei auch den kantonalen Behörden bewusst, sagt Roger Heinz vom Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen. Man könnte sich deshalb vorstellen, dass sich Gemeinden beispielsweise für eine Testbohrung zusammentun.

Kein Bedarf in Landquart

Kein Interesse an der Geothermie zeigt die Gemeinde Landquart. Man finde den Bericht grundsätzlich sinnvoll, hätte aber mit einer Dampfleitung und Erdgasleitung den Bedarf an Energie und Wärme bereits gedeckt, heisst es dort.