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Geoportal St. Gallen Appenzeller befürchten Alleingang des Kantons St. Gallen

Bevölkerung und Wirtschaft im Kanton St. Gallen sollen Dienstleistungen in Zukunft vermehrt auch digital beziehen können. Dazu gehören auch die Geodaten. Diese werden in verschiedenen Bereichen genutzt, etwa bei der Darstellung von Bauzonen, Strassenplänen, Schutzzonen oder historischen Karten. Die Kantonsregierung will mit den Gemeinden eine gemeinsame Datenplattform einrichten.

Die Arbeit der Interessengemeinschaft Geografisches Informationssystem (GIS), welch e die Koordination der Geodaten in den vergangenen 15 Jahren übernommen hatte, würde dadurch überflüssig.

Appenzeller beklagen Alleinga ng

Sowohl bei der GIS wie auch bei den bisherigen Partnerkantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden kommen diese Pläne nicht gut an. Auch wenn sich die beiden Halbkantone an die neue Datenplattform anschliessen könnten, wäre eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe nicht mehr gegeben, so die Befürchtung.

Mit dem neuen System können wir bis zu 40 Prozent Betriebskosten sparen.
Autor: Marc MächlerRegierungsrat St. Gallen

Zudem bezweifeln Kritiker, dass die Kosten sinken. Während der Nutzerkreis kleiner wird, bliebe der Aufwand weiterhin gleich gross.

Mitmachen ohne Mitbestimmung

Der St. Galler Baudirektor Marc Mächler betont auf Anfrage des Regionaljournals Ostschweiz, dass die beiden Appenzell bei der St. Galler Variante willkommen wären. Man habe die Halbkantone schon verschiedentlich eingeladen. Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden könnten dann auch von tiefen Kosten profitieren. Allerdings könnten sie weniger mitbestimmen.

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