Geothermie-Gegner müssen neues Gesetz abwarten

Das Geothermie-Projekt in der Thurgauer Gemeinde Etzwilen sorgt bei Anwohnern für Unbehagen. Die Politik sagt, sie nehme diese Ängste ernst. Konkrete Zusagen macht sie aber keine.

Blick auf die Geothermie-Anlage in St.Gallen. Hier hatten die Bohrungen 2013 ein Erdbeben ausgelöst.

Bildlegende: Blick auf die Geothermie-Anlage in St.Gallen. Hier hatten die Bohrungen 2013 ein Erdbeben ausgelöst. Keystone

Verunsichert sind vor allem die Anwohner in der Region Etzwilen. Eine Gruppe «besorgter Etzwiler» reichten im Frühling 2014 eine Petition ein, die mehr Sicherheit fordert. Konkret verlangen die Petitionäre, dass der Kanton Haftungs- und Versicherungsfragen klärt. Vor allem im Fall eines Erdbebens verlangen die Anwohner Klarheit, wer für allfällige Schäden aufkommen müsste.

Für hitzige Diskussionen sorgte das Begehren im Thurgauer Parlament indes nicht. Die Parteien, die zuständige Kommission und die zuständige Regierungsrätin Carmen Haag versicherten, die Anliegen ernst zu nehmen. Zurzeit wird im Kanton Thurgau am «Gesetz über die Nutzung des Untergrundes» gearbeitet. In diesem sollen die Versicherungs- und Haftungsfragen aufgenommen werden. Konkretere Zusagen wurden keine gemacht.

Die Thurgauer Politik steht der Geothermie nach wie vor offen gegenüber. Grünes Licht für Bohrungen will die Regierung aber erst geben, wenn das entsprechende Gesetz verabschiedet wurde.