Geschichten über Waffen, Kameradschaft und Zimmerkontrollen

Geschichten aus dem Militär werden gerne erzählt - vor allem von Männern am Stammtisch. Aber auch Frauen, die Militärdienst geleistet haben, haben die eine oder andere Anekdote auf Lager. Das zeigte sich beim Abgeben in Märstetten im Thurgau.

620 Personen wurden heute im Kanton Thurgau aus dem Militärdienst entlassen. Sie haben ihre Sturmgewehre, ihre Helme, Schutzmasken und Schuhe in Märstetten abgegeben. Unter denen, die den Militärdienst beendet haben, waren auch vier Frauen.

Die Waffe als ständiger Begleiter

Sie habe sich auf diesen Tag gefreut, sagt Christel Schön aus Fischingen. Auch wenn etwas Wehmut dabei sei, freue sie sich auf die Zeit nach dem Militär. Als einzige Erinnerung will sie die Waffe behalten; erstens, weil sie ab und zu noch in den Schiesskeller gehe und zweitens, weil die Waffe ihr ständiger Begleiter gewesen sei. «Im Zug musste ich sie jeweils sogar aufs WC mitnehmen, damit sie nicht abhanden kommt», erinnert sich die 32jährige.

Geschichten über Waffen und Kameradschaft können nicht nur Männer erzählen. Auch die Thurgauer Frauen, die aus dem Militärdienst entlassen wurden, haben die eine oder andere Geschichte auf Lager - und erinnern sich an Regeln, die sie gebrochen haben. Einmal, so Jacqueline Berguich aus Bichelsee, hätten sie sich spät abends aus der Kaserne geschlichen, um in der Stadt noch ein Bier trinken zu gehen. «Natürlich wurden wir dabei erwischt», fügt sie lachend hinzu.

Trotz aller Hochs und Tiefs während der RS und der WKs - sie würden sich sofort wieder für das Militär entscheiden, so die Thurgauer Soldatinnen.