«Glarner Tüechli sind wieder in»

Seit dem 19. Jahrhundert exportiert der Kanton Glarus die sogenannten Glarner Tüechli. Wegen der Konkurrenz aus Asien war der Absatz stets rückläufig. Nun liessen sich die Textilien aber wieder besser verkaufen.

Glarner Tüechli

Bildlegende: Die Glarner Tüechli gibt es mittlerweile in 38 Farben. SRF

Die Glarner Tüechli wurden im 19. Jahrhundert entwickelt, weil damals viele Männer Tabak schnupften. Die Glarner Firma Blumer entwickelte deshalb ein widerstandsfähiges Taschentuch, das Glarner Tüechli. Die Originalfarben rot und blau waren kochfest.

Die Tücher wurden bis nach Asien exportiert, wo heute die ärgste Konkurrenz der Glarner Textilindustrie heimisch ist. Die Glarner Tüechli werden heute nur noch in der Schweiz und dem nahen Ausland verkauft.

Bügeleisen im Einsatz

Dennoch ist Edwin Hauser, Inhaber der Firma Blumer in Niederurnen, zufrieden: «Es kommt auf die Modetrends an.» Heute liessen sich die Glarner Tüechli wieder besser verkaufen. Zahlen will Hauser allerdings keine bekannt geben.

Der Grossteil der Glarner Textilspezialität wird extern produziert, in einer Handvoll Firmen in der Schweiz. Der Firma Blumer gehören die Rechte und dort findet auch der Handel statt. Zudem wird dort jedes Tuch kontrolliert und gebügelt.