Glarus prüft Kantonalisierung der Schulen

Acht Glarner Landrätinnen und Landräten ist die Volksschule in den drei Gemeinden zu kompliziert und teuer organisiert. Sie möchten die Struktur vereinfachen und schliessen dabei eine Kantonalisierung nicht aus. Die Regierung möchte nun eine Arbeitsgruppe einsetzen, die sich diesem Thema widmet.

Eine Schule in Niederurnen

Bildlegende: Nach den Sommerferien soll sich eine Arbeitsgruppe mit der Struktur der Volksschule auseinandersetzen. zvg

Heute sind die Gemeinden für ihre Schulen verantwortlich. Mit der Gemeindefusion wurden die Schulen ebenfalls neu organisiert: Sie wurden professionalisiert, indem Schulleitungen eingeführt wurden oder auch die Schulsozialarbeit. Das hatte mehr Administration zur Folge.

Für acht Landrätinnen und Landräte, aus allen Parteien, gibt dies Anlass die Struktur zu hinterfragen. Sie wollen die Administration vereinfachen und das Geld, welches frei würde, in die Schule fliessen lassen. In einer Interpellation richteten sie sich an die Regierung und wollten von ihr wissen, was diese von einer Kantonalisierung der Schule hält.

Die Regierung sieht, dass die Administration in den einzelnen Gemeinden schlanker geführt werden könnte, hält aber auch an der Gemeindeautonomie fest. Sie möchte nun aber trotzdem eine Arbeitsgruppe einsetzen. Diese soll eine Auslegeordnung machen und auch die Möglichkeit der Kantonalisierung nicht ausschliessen.