Glarus will ein Jugendparlament

St. Gallen macht es mit den beiden Appenzell, Graubünden und Thurgau alleine und der Kanton Glarus will nun auch eines: Ein Forum, in dem Jugendliche über Politik diskutieren.

Jugendliche sitzen im Saal des St. Galler Kantonsparlaments.

Bildlegende: Nach dem Vorbild des Jugendparlaments in St. Gallen soll es eines in Glarus geben. ZVG / Jupa St. Gallen

Mit einer Motion will Landrat und BDP-Parteipräsident Martin Landolt mehr Glarner Jugendliche zur Politik bringen. «Wir möchten die Jugendlichen in ihrer Sprache an die Politik heranführen. So nehmen sie vielleicht früher an der kantonalen Politik teil», so Landolt.

Gerade der Kanton Glarus, der vor knapp neun Jahren das Stimmrechtsalter auf 16 Jahre heruntergesetzt hat, soll sich laut Landolt stärker für junge Politikinteressierte einsetzen.

Lange Tradition

Während die Glarner am Anfang eines kantonalen Jugendparlaments stehen, pflegt der Kanton St. Gallen zusammen mit den beiden Appenzell eine lange Tradition eines Jugendparlaments. Diesen Mai geht es in die 34. Session. Konkrete Idee gingen daraus zwar immer hervor, «aber oft sind die Idee schon bereits thematisiert worden und so wird selten etwas komplett neu angestossen», sagt der St. Galler Staatssekretär Canisius Braun.

«  Die Jugendlichen sollen die Mechanismen der Politik kennenlernen. »

Martin Landolt
Glarner Landrat

Konkrete Bündner

Ganz anders scheint das in Graubünden. Die Idee aus dem Jugendparlament der Stadt Chur, ein Alkoholverbot auf gewissen Plätzen in Chur zu streichen, wurde an den Stadtrat überwiesen. Eine Idee aus der kantonalen Jugendsession, mehr Busverbindungen für das Churer Rheintal, ist bereits umgesetzt.