Gossau muss sparen

Der Stadtrat von Gossau beantragt dem Parlament ein Sparpaket, mit dem der Gemeindehaushalt mittelfristig um 4,3
Millionen Franken entlastet würde. Das Paket, das 37 Massnahmen umfasst, kommt am 24. September ins Stadtparlament.

Geld

Bildlegende: Gossau muss sparen und lässt dabei kaum einen Bereich aus Keystone

Für 2014 sieht das Sparpaket Einsparungen von 2,2 Millionen Franken vor, wie es in einer Mitteilung der Stadt vom Montag hiess. Vorgesehen sind beispielsweise eine Vergrösserung der Schulklassen und Streichungen bei den Förder- und sonderpädagogischen Massnahmen.

Um je 100'000 Franken jährlich will der Stadtrat die Gelder für das Gymnasium Friedberg und die Musikschule Fürstenland kürzen. Gespart werden soll auch beim Strassenunterhalt und beim Winterdienst. Weitere Kürzungen betreffen die Sozialhilfe 150'000 Franken und die Spitex 50'000 Franken.

Verzicht auf Stadtpolizei

Zudem will der Stadtrat auf den Einsatz der Stadtpolizei verzichten, und die Stadtwerke sollen die Energiepreise erhöhen. Nicht angetastet werden die Sportanlagen, die Vereinsförderung und die Schulsozialarbeit, wie es heisst. Das Sparpaket ist nötig, weil Gossau sonst seine Investitionen von jährlich rund zehn Millionen Franken nicht mehr finanzieren kann.

Zudem reissen die Sparpakete des Kantons ein Loch von jährlich knapp fünf Millionen Franken in die Gossauer Stadtkasse.