Grenzwache kürzt Abfertigungszeiten im Rheintal

An den Grenzübergängen St. Margrethen, Diepoldsau und Schaanwald werden ab Februar die Abfertigungszeiten gekürzt. In Kriessern fallen die Abfertigungszeiten ganz weg, sprich der Grenzübergang ist nicht mehr besetzt. Die Grenzwache reagiert damit auf die Flüchtlingssituation im Rheintal.

Schild Grenzwache.

Bildlegende: Wenn die Grenzwache wieder mobiler ist, können auch vermehrt kleinere Übergänge kontrolliert werden. Keystone

Die letzten Monate habe man nur dank der Hilfe von anderen Regionen meistern können, sagt Martin Tschirren vom Grenzwachkommando Chur. So habe man Verstärkung beispielsweise aus Basel, Schaffhausen, dem Jura oder dem Tessin erhalten.

Die aktuelle Flüchtlingssituation habe dazu geführt, dass die Einsatzkräfte im Bahnverkehr stark eingebunden waren. Wie es in einer Mitteilung heisst, wurden alleine an den Grenzbahnhöfen in St. Margrethen und Buchs 5500 rechtswidrige Aufenthalter registriert.

Die Kürzung der Abfertigungszeiten ab dem 1. Februar 2016 soll Entlastung bringen. «Mit den neuen Abfertigungszeiten werden wir wieder mobiler und wir können wieder vermehrt unsere eigenen Leute einsetzen, wenn eine ausserordentliche Situation eintritt», so Tschirren.