Grössere Appenzeller Gemeinden erhalten mehr Gewicht

Die Kantonsratssitze in Appenzell Ausserrhoden werden neu verteilt. Die Stimmbürger sagen deutlich Ja zur Revision des Gesetztes über die politischen Rechte. Grössere Gemeinden wie Herisau, Teufen oder Heiden erhalten damit mehr Gewicht im Kantonsrat.

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Kanton Appenzell Ausserrhoden: Teilrevision des Gesetzes über die politischen Rechte

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Im 65-köpfigen Ausserrhoder Kantonsrat erhalten die grossen Gemeinden Herisau, Teufen und Heiden mehr Sitze. Dies auf Kosten von sechs kleinen Gemeinden, die je einen Sitz verlieren. Die Stimmbürger sagen mit 13'436 zu 3'409 Stimmen deutlich Ja zur Vorlage. Reute ist die einzige Gemeine im Kanton die Nein gestimmt hat.

«  Die Mehrheit der Bevölkerung war bisher im Kantonsrat untervertreten. Diese ungerechte Situation ist nun behoben.  »

Jürg Wernli
Regierungsrat AR

Mit der Gesetzesänderung werden neu alle 65 Parlamentssitze entsprechend der Einwohnerzahl auf die 20 Gemeinden verteilt. Bisher hatten die Gemeinden je einen Vorabsitz, die restlichen 45 Sitze wurden nach der Einwohnerzahl verteilt. Dadurch waren die kleinen Gemeinden übervertreten.

Neuer Verteilschlüssel Kantonsrat:

Gemeinde Wohnbevölkerung Altes VerfahrenNeues Verfahren
Urnäsch224533
Herisau153421418
Schwellbrunn149222
Hundwil97621
Stein137522
Schönengrund50911
Waldstatt179032
Teufen603867
Bühler170222
Gais305244
Speicher416655
Trogen169622
Rehetobel173122
Wald83221
Grub102021
Heiden403145
Wolfhalden172722
Lutzenberg125322
Walzenhausen205232
Reute66221
Kanton 53'6916565