Grösstes Wasserkraft-Projekt erreicht zentrales Etappenziel

Das grösste Wasserkraft-Projekt der Schweiz, Linthal 2015, ist einen wichtigen Schritt weiter. Der Durchbruch des zweiten Druckschachts ist geschafft. Alle Wasserwege sind damit aus dem Fels ausgebrochen.

Die ersten Teilstücke der riesigen Staumauer sieht man auch trotz dem vielen Schnee, der hier auf dem Gelände liegt. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint.

Bildlegende: Die ersten Teilstücke der riesigen Staumauer stehen bereits. SRF

Oberhalb von Linthal im Glarnerland entsteht das Pumpspeicherwerk Linthal 2015. Das rund zwei Milliarden Franken teure Kraftwerk wird leistungsstärker sein als das AKW Leibstadt. Es pumpt Wasser aus dem Stausee Limmernboden in den 600 Meter höher liegenden Muttsee und nutzt es danach zur Stromproduktion.

Die beiden parallelen Druckschächte verbinden den Muttsee auf 2500 Metern über Meer mit der tief im Fels liegenden Maschinenkaverne. Für den Ausbruch des zweiten Druckschachts hat die Tunnelbohrmaschine 13 Monate gebraucht, drei Monate länger als geplant.

Die Verzögerung habe aber keine Auswirkungen auf den Zeitplan des Gesamtprojekts, erklärt der Gesamtprojektleiter Peter Jenny. Das Energieunternehmen geht weiterhin davon aus, dass die erste Maschinengruppe gegen Ende 2015 in Betrieb genommen werden kann.