Grosser Aufwand wegen Kampfhunden

Der Kanton St. Gallen will in seinem neuen Hundegesetz keine Rassenliste für potentiell gefährliche Hunde verankern. Die Kantone Thurgau und Glarus führen dagegen eine. Der Nutzen sei zwar da, der grosse Aufwand aber auch, heisst es in beiden Kantonen.

Kampfhund.

Bildlegende: Seit es Kontrollen gibt, ist die Zahl der gefährlichen Hunde zurückgegangen. Keystone

Man habe nicht nur die neuen Hunde verzeichnet, sondern auch die alten Hunde der entsprechenden Rassen aufgenommen, sagt der Glarner Kantonstierarzt Jakob Hösli. «Der Aufwand ist gross.» Mittlerweile haben um die 200 Hunde einer potentiell gefährlichen Rasse in Glarus eine Bewilligung.

Im Thurgau sind es rund 350 Hunde. Amtstierarzt Ulrich Weideli bestätigt, dass das ein gewisser Aufwand sei. Das lohne sich aber. «Diese Bewilligungen haben Signalwirkung.» Die Hundehalter wüssten, dass sie kontrolliert werden. Das habe auch dazu geführt, dass der Bestand der potentiell gefährlichen Hunde zurückgegangen sei.

Grund dafür könnten auch die Kosten sein. Im Thurgau kostet eine Bewilligung mindestens 500 Franken. Im Kanton Glarus sind die Kosten mit 60 bis 80 Franken dagegen human.

Die St. Galler Regierung schlägt in ihrem neuen Hundegesetz keine Rassenliste vor. Der Nutzen sei wissenschaftlich nicht belegt.