Gründerfamilien wollen SFS-Mehrheit trotz Börsengang behalten

Das Ostschweizer Unternehmen will dank dem Mittelzufluss durch den Börsengang seine globale Präsenz vergrössern. Die Machtverhältnisse sollen aber weiterhin gewahrt bleiben.

SFS Unimarket in Heerbrugg im St. Galler Rheintal

Bildlegende: SFS Unimarket in Heerbrugg im St. Galler Rheintal Keystone

Der Ostschweizer Schraubenherstellers SFS erwartet durch den für das zweite Quartal 2014 geplanten Börsengang einen Mittelzufluss von rund 300 Mio. Franken, wie SFS am Donnerstag mitteilte.

Entscheidung fällt am Freitag

Die Generalversammlung vom Freitag muss allerdings noch das notwendige genehmigte Kapital absegnen und die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Die Mittel aus dem Börsengang will SFS vor allem für künftige Wachstumsprojekte und zur Stärkung der globalen Präsenz verwenden.
Das Angebot wird dabei laut Mitteilung neue Namenaktien sowie bestehende Aktien aus den Beständen der Gründerfamilien umfassen. Die Gründerfamilien wollten sich aber nicht vom Unternehmen verabschieden, sondern weiterhin einen Anteil von ungefähr 55 Prozent halten, heisst es in der neusten Medienmitteilung.

Vor knapp einem Jahr hatte das Unternehmen mit Sitz im St. Galler Rheintal bekannt gegeben, an die Börse gehen zu wollen. Als Zeitraum wurden damals die nächsten 12 bis 24 Monate angegeben.

Höherer Reingewinn 2013

Im Geschäftsjahr 2013 steigerte SFS den Umsatz um 11,5 Prozent auf 1,33 Mrd. Franken, vor allem dank der Übernahme der im August 2012 erworbenen Unisteel. Das Betriebsergebnis (Ebit) nahm um 29 Prozent auf 142,3 Mio. Fr. zu. Unter dem Strich blieb ein 18 Prozent höherer Reingewinn von 86,5 Mio. Franken.