Wasserkraft Grünes Licht für Wasserkraftwerk Grafenau

Das Kleinwasserkraftwerk im St.Galler Sittertobel kann gebaut werden. Nach zähen Verhandlungen mit Umweltorganisationen ist das Baugesuch bewilligt und die Finanzierung gesichert. Das Kraftwerk ist Teil des städtischen Energiekonzepts 2050.

Zwei OpenAir-Besucher an der Sitter

Bildlegende: Damit die Umweltmassnahmen erfüllt werden können, musste das Openair-Festival den Helfer-Zeltplatz verschieben. Keystone

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das neue Kleinwasserkraftwerk Grafenau wird pro Jahr rund 1,5 Gigawattstunden Strom produzieren, soviel, wie 430 Haushaltungen verbrauchen.
  • Das Kraftwerk ist Teil des städtischen Energiekonzepts, das den Verzicht auf Atomstrom zum Ziel hat.
  • Damit es gebaut werden kann, müssen verschiedene Umweltauflagen erfüllt werden.

Im August 2010 reichten SN Energie und die Sankt Galler Stadtwerke ein Baugesuch für den Neubau des Kleinwasserkraftwerks Grafenau im Sittertobel ein. Umwelt- und Naturschutzorganisationen beschwerten sich, weil das Kraftwerk gegen die Sitterschutz-Verordnung verstosse. Nach zähen Verhandlungen gibt es jetzt eine Einigung.

Damit das Kraftwerk gebaut werden kann, müssen strenge Auflagen erfüllt werden. Neben einer Fischtreppe müssen die Kraftwerksbetreiber Laichplätze und verschiedene Kompensationsmassnahmen erstellen. Dafür musste auch der Sittertobel-Bauer Max Gmür Land abgeben, und das Openair-Festival musste im vergangenen Jahr einen Teil des Helfer-Zeltplatzes zügeln.

Baustart ist für Mai 2017 geplant und die Inbetriebnahme wird voraussichtlich im Juni 2018 erfolgen.