Gute Berufsbildung sei der Grund für die tiefe Maturitätsquote

Im Kanton St. Gallen sollen mehr Schülerinnen und Schüler eine Matura machen. Eine Quote möchte die Regierung aber nicht. In einem Bericht schreibt sie, dass sie auf mehr Information und Beratung setzt.

Zwei Schüler arbeiten am Pult

Bildlegende: Mit 14 Prozent ist die Quote der gymnasialen Matura in St. Gallen die tiefste. Schweizweit liegt sie bei 20 Prozent. Imago

Auch die Berufs- und Fachmaturitäten liegen in St. Gallen unter dem Durchschnitt. Als Grund für die tiefe Maturitätsquote nennt die Regierung den hohen Stellenwert der dualen Berufsbildung im gewerblich-industriell geprägten Kanton.

«  Wenn die Quote zwei, drei Prozent höher wäre, wäre das Ziel erreicht. »

Stefan Kölliker
Bildungsdirektor Kanton St. Gallen

«Ohne die Ausbildungswege gegeneinander ausspielen zu wollen», strebt die Regierung eine höhere Maturitätsquote an. Die Qualität an den sechs Mittelschulen in St. Gallen, Wil, Wattwil, Heerbrugg und Sargans sei sehr gut. Das Potenzial der Jugendlichen zur Erlangung einer Matura könne aber noch besser ausgeschöpft werden.

Die Regierung will deshalb progymnasiale Klassenzüge an Oberstufenschulen prüfen. Diese würden, ähnlich wie das bestehende Untergymnasium an der Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen, erhöhte Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler stellen, um sie aufs Gymnasium vorzubereiten.