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Ostschweiz Gute Erfahrungen mit Risiko-System

Viele Schweizer Schulen prüfen nach der jüngsten US-Amoktat ihre Vorwarnsysteme. Ein mögliches Hilfsmittel ist ein Computerprogramm mit 32 Fragen. Der Kanton St. Gallen arbeitet seit drei Jahren damit.

Zwei Mädchen zünden Kerzen für die Opfer des US-Amoklaufs an.
Legende: Nach dem Amoklauf an einer US-Schule werden auch Vorwarnsysteme an Schweizer Schulen zum Thema. Keystone

Der Fragebogen klärt beispielsweise ab, ob ein Schüler Suizidgedanken oder von Waffen gesprochen hat. Seine Antworten werden dank einer mathematischen Analyse mit jenen früherer Amoktäter verglichen. Wie gross die Wahrscheinlichkeit einer Gewalttat ist, wird anhand von sechs Stufen aufgezeigt.

Bei mittleren Stufen werden Schulpsychologen hinzugezogen, bei höheren wird mit der Polizei zusammengearbeitet. Dies sei nur in Einzelfällen nötig, sagt Hermann Blöchlinger vom Schulpsychologischen Dienst des Kantons St. Gallen gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». 

Wir erkennen in den meisten Fällen früh das Risiko.

Mit drei bis fünf Fällen von risikoträchtigen Schülern habe man es im Kanton St. Gallen pro Jahr zu tun. Vielen könne man rechtzeitig helfen, da zwischen einem Gedanken an ein Attentat und der Umsetzung oft Monate oder Jahre vergehen würden, so Blöchlinger.

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