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Ostschweiz Haag entlässt Candrian - Parteien reagieren positiv

Das Baudepartement entlässt den umstrittenen Mitarbeiter Maurus Candrian und zieht damit Konsequenzen aus dem rassendiskriminierenden E-Mail an die israelische Botschaft. Candrians Verhalten sei rufschädigend und mit den Werten des Baudepartementes nicht vereinbar.

Legende: Video «Freistellung wegen Rassendiskriminierung» abspielen. Laufzeit 2:12 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 25.03.2013.

Das Baudepartement distanziert sich von den Aussagen seines Mitarbeiters in aller Form. Die Aussagen seien mit den gelebten Werten des Baudepartementes und der gesamten kantonalen Verwaltung nicht vereinbar. Maurus Candrian bedauert seine Mail. Er hätte sie am liebsten sofort zurückgezogen, erklärte er gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Mit seinem E-Mail an die israelische Botschaft und mit der öffentlichen Bekanntmachung hat Maurus Candrian laut Kanton dem Ruf des Baudepartementes erheblich geschadet. Maurus Candrian wird per sofort freigestellt; das Arbeitsverhältnis endet Ende per Juli 2013. Die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses geschieht einvernehmlich. Die beiden Parteien unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung.

Im Interesse aller Parteien

Das Vertrauensverhältnis zwischen Baudepartement und seinem Mitarbeiter sei nachhaltig gestört. Erschwerend kommt laut Baudepartement hinzu, dass Maurus Candrian den Fall erst unmittelbar vor der öffentlichen Bekanntmachung dem Baudepartement meldete. Das Baudepartement ist zur Überzeugung gekommen, dass eine weitere Zusammenarbeit zwischen Maurus Candrian sowie internen und externen Partnern nicht möglich ist. Eine Aufhebung des Arbeitsverhältnisses sei darum im Interesse aller Parteien.

Maurus Candrian arbeitete während 17 Jahren im Baudepartement. Als Leiter der Sektion Planbeurteilung und UVP sei er ein verlässlicher, fachlich kompetenter und lösungsorientierter Mitarbeiter gewesen, schreibt das Departement. Mit der Vereinbarung will das Baudepartement Maurus Candrian bei der persönlichen und beruflichen Neuorientierung unterstützen. 

Vertreter der SVP wie auch der SP begrüssen gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1 die Entlassung Candrians.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Weissner, removebeforeflight@gmx.ch
    Jetzt hat er ja viel Zeit um im Tagesanzeiger und anderswo seine "Kommentare" zu schreiben. Die hatten ja vor allem eines gemein. Schuld an allem waren die Juden und die USA. Bei den dort ansässigen Linken hatte er viele Fans. Aber ein Antisemit? Nein, er doch nicht. LOL
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  • Kommentar von Mike Cadell, Langley
    Der Mann war sicher kein Grenzwertiger für diejenigen, die seine vielen Kommentare betreffend Juden und Israel im TA etc NICHT gelesen haben. Für alle anderen war der Fall schon lange klar. Ich bin mir sicher, er sucht die Schuld an seiner Entlassung nicht bei sich. Wer wird wohl in seinen Augen schuld sein? Ich denke ich weiss die Antwort
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  • Kommentar von Kountz F., Zurich
    Der Mann war absolut nicht mehr tragbar! Ich finde es stossend, dass er weiterhin noch Lohn bekommt, auch wenn er sein Amt per sofort verlassen muss! Irgendwie noch eine "Belohnung" für sein Verhalten...
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