«Häuschen an der Grenze»

Mit einer Sprengaktion hat der Appenzeller Künstler Roman Signer die Gegensätze und das Gemeinsame der beiden Appenzeller Halbkantone betont. Die Sprengaktion vom Dienstagabend war der künstlerische Schlusspunkt zu den Jubiläumsfeiern «AR-AI 500».

Impressionen von der Sprengaktion

Bildlegende: Impressionen von der Sprengaktion SRF

Die Grenze zwischen Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden verläuft bei Gais ein Stück weit entlang dem Zwislenbach. Genau diese Stelle hat der Appenzeller Künstler Roman Signer für sein neues Projekt ausgesucht. Am Dienstagabend zündete er zuerst auf Innerrhoder Boden Raketen, die einen Tisch in die Höhe rissen und diesen auf den Ausserrhoder Boden von Gais katapultierten. Anschliessend zündete er weitere Raketen, die ein kleines Holzhäuschen vom Ausserrhoder Boden nach Innerrhoden hätte transporieren sollen. Das Häuschen landete jedoch im Zwislenbach, der Grenze zwischen Gais und Appenzell.

Mit dieser Kunstaktion setzte Roman Signer den künstlerischen Schlusspunkt zu den Jubiläumsfeiern «AR-AI 500». Organisiert wurde der Anlass von der Kulturkommission Gais und der Kulturgruppe Appenzell. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten die Aktion. Die Appenzeller Bahnen legten einen Sonderhalt am Zwislenbach ein. Im Vorfeld der Sprengaktion trugen Oberstufenschüler von Appenzell, Gais und Trogen Gedichte vor, und der Gaiser Musiker Patrick Kessler führte nochmals seine Klangwelten vor, die bereits während des Jubiläumsjahres zu hören waren.