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Ostschweiz Halbzeit bei der Vermessung des Bodensees

Internationale Forscher gehen dem Bodensee auf den Grund. Vom Schiff aus und aus dem Flugzeug wurden Fächerecholote und Laserscanner eingesetzt. Von der Neuvermessung erhofft man sich einen besseren Gewässerschutz. Das von der EU geförderte Projekt hat bereits Überraschungen gebracht.

Im Rahmen der Bodenseevermessung wurden nun auch die Flachwasserzonen registriert. Das Projekt hat Halbzeit.
Legende: Im Rahmen der Bodenseevermessung wurden nun auch die Flachwasserzonen registriert. Das Projekt hat Halbzeit. Keystone

Ein lückenloses 3D-Modell des Bodensees: Diesem Ziel sind die Forscher nun ein gutes Stück näher gekommen. Seit einem Jahr haben sie mit einem Fächerecholot vom Schiff aus den Bodensee mittels Ultraschall vermessen. Daraufhin hat man aus dem Flugzeug mit einem hochmodernen Laserscanner die Flachwasserzonen abgetastet und aufgezeichnet. Nun sind die Vermessungen abgeschlossen. «Dank den exakteren Daten können wir bei Verunreinigugen viel besser reagieren und den Trinkwasserschutz optimieren,» sagt der Projektleiter vom Institut für Seenforschung Langenargen, Martin Wessels in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Manche Daten bleiben geheim

Die neuen Vermessungsdaten des Bodensee dienen vor allem dem Natur- und Gewässerschutz. Aber auch der Denkmalschutz profitiert davon wie das Beispiel des Raddampfers «Helvetia» zeigt. Das Schiff liegt seit über 80 Jahren auf dem Grund des Bodensees. Solche historische Schiffswracks und andere sensible Daten, wie die Stellen, wo Trinkwasser entnommen wird, werden auf den neuen Bodenseekarten nicht verzeichnet. Die Gefahr von geplünderten Wracks oder Anschlägen aufs Trinkwasser sei zu gross.

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