Hallenbad Appenzell: Verwaltungsrat deponiert Bilanz

Nach dem Nein zum Kredit für ein neues Hallenbad in Appenzell wird das Konkursverfahren eingeleitet. Der Verwaltungsrat hat die Bilanz deponiert und geht davon aus, dass sich künftig keine neue Trägerschaft bilden wird. Das bedeutet: Das Hallenbad Appenzell ist Geschichte.

Hallenbad-Gebäude in Appenzell.

Bildlegende: Während 40 Jahren diente dir Schwimmhalle in Appenzell dem Innerrhoder Schwimmsport. Keystone

Die Hallenbad Appenzell AG hat seit der Schliessung des Bades im Dezember 2014 keine Einnahmen mehr. Der Schuldenberg ist auf rund 300'000 Franken angewachsen.

Eine Zukunft gibt es nach dem Nein zum 9,5-Millionen-Kredit nicht mehr. Die Konsequenz: Die Hallenbad AG musste am Donnerstag ihre Bilanz deponieren.

Kanton ist gefordert

Das Bad steht auf dem Boden des Kantons. Jetzt müsse der Kanton entscheiden, wie es mit dem abbruchreifen Hallenbad weitergeht, sagt der ehemalige Verwaltungsratspräsident der AG, Leo Sutter, auf Anfrage.

Der stillstehende Landammann Daniel Fässler sagte gegenüber dem Regionaljournal, dass sehr wahrscheinlich der Kanton selber in die Bresche springen muss. Dann sei auch geklärt, wer die bestehenden Gebäude abbrechen wird. Ob es aber nochmals ein Projekt für ein neues Hallenbad gebe, sei offen. Derzeit laufen erste Gespräche.