Handlungsbedarf in St. Galler Asylzentren

Der Kanton St. Gallen und die Gemeinden liessen die Schulen in den Asylzentren untersuchen. Zu theoretisch, zu weit weg vom Alltag werde unterrichtet, kommt das Gutachten zum Schluss. Anpassungen werden gemacht, versprechen die St. Galler Gemeindepräsidenten.

Flüchtlingskind beim lernen

Bildlegende: Die Flüchtlinge sollen Deutsch hauptsächlich für den Alltag lernen. Keystone

Im Asylzentrum in Thal leben haupsächlich Flüchtlinge aus Syrien. Der Erziehungswissenschafter der Universität Zürich, Jürgen Oelkers, sagt, dort werde zuviel Grammatik gepaukt. Es müsse mehr Deutsch für den Alltag unterrichtet werden, rät er den St. Galler Gemeinden und dem Justizdepartement.

Gute Noten bekam das Zentrum in Seeben. Das Gutachten attestiert der Einrichtung eine gute Schulqualität. Die Lehrpersonen würden mit hoher Flexibilität und begrenzten Mitteln arbeiten.

Bei den Unterkünften des Kantons wurde kritisiert, dass dort die Lehrpersonen teilweise zuwenig ausgebildet seien. Der Kanton und die Gemeinden nehmen dieses Gutachten in die weitere Asylplanung auf und wollen den Unterricht verbessern.