Handys in der Zelle: Gefangene werden streng kontrolliert

Im Kanton Thurgau gibt der Fall eines Häftlings zu reden, der über 160 Mal mit einem Handy telefoniert haben soll. Verantwortliche im Strafvollzug sagen, Missbräuche könnten kaum verhindert werden.

Personendurchsuchung durch Polizei.

Bildlegende: Häftlinge werden genau untersucht: Illegale Gegenstände, wie etwa ein Mobiltelefon, werden den Insassen abgenommen. Keystone

Über 160 Mal soll ein 27-Jähriger im Thurgauer Kantonsgefängnis telefoniert haben, obwohl Handys in der Strafanstalt streng verboten sind. «Solche Fälle lassen sich beinahe nicht verhindern», sagt Joe Keel, Leiter des Amts für Justizvollzug im Kanton St. Gallen. Oftmals würden Besucher versuchen, den Insassen illegale Gegenstände zu bringen.

Um illegalen Mobiltelefonen auf die Spur zu kommen, setzt das Gefängnis in Realta (GR) einen sogenannten Mobil-Finder ein - ein elektronisches Gerät, dass auf Handys aufmerksam macht.

Die Zahl der entdeckten Mobiltelefone sei jedoch verhältnismässig klein. Im vergangenen Jahr wurden in Realta sechs Handys sichergestellt - dies bei insgesamt 300 Ein- und Austritten.