Heiden: Strassenleuchten sollen von allen bezahlt werden

Wer in Heiden in bis zu 150 Metern Nähe an einer Strassenlaterne wohnt, muss für das Licht bezahlen. So kommt nicht der Steuerzahler für die Kosten der Strassenbeleuchtung auf, sondern der Grundeigentümer. Nun stimmt die Gemeinde am 24. November über eine neue Regelung ab.

Strassenlaterne vor Baumkrone

Bildlegende: Öffentliches Licht soll von der öffentlichen Hand bezahlt werden. zvg

Die Strassenbeleuchtungskorporation war bis heute in Heiden für die Strassenbeleuchtung verantwortlich. Sie wurde 1887 gegründet. Jeder Grundeigentümer ist Mitglied der Korporation und muss einen Beitrag an die Strassenbeleuchtung bezahlen. Dieser beläuft sich für ein durchschnittliches Einfamilienhaus zwischen 40 und 50 Franken.

Aufgrund von Änderungen im Strassengesetz und eines Bundesgerichtsentscheides muss Heiden diese Regelung nun aber ändern. Öffentliches Licht sei eine öffentliche Aufgabe, hält das Bundesgericht fest.

Deshalb soll die Gemeinde in Zukunft die 513 Laternen verwalten. Jährlich fallen Kosten von rund 122 000 Franken an, welche der Steuerzahler übernehmen wird.

Das letzte Wort haben die Bürger. Sie entscheiden am 24. November, ob sie diese Änderung annehmen wollen oder nicht.