Heisse Phase für Ostschweizer Banken

In den USA laufen zurzeit Verhandlungen mit Schweizer Banken. Erste Entscheide im US-Steuerprogramm sind bereits gefallen. Die Vadian Bank und die Bank Linth müssen Bussen bezahlen, andere Banken sind kurz vor Abschluss des Verfahrens.

Das Gebäude der US-Steuerbehörde IRS von aussen.

Bildlegende: Hier in Washington im Gebäude der US-Steuerbehörde IRS finden die Gespräche statt. Keystone

Die Vadian Bank und die Bank Linth müssen 4,25 respektive 3,9 Millionen Franken Busse bezahlen. Damit haben sie das Verfahren mit den USA abgeschlossen. Sie haben nichts mehr zu befürchten.

Schon weit fortgeschritten im US-Verfahren ist die Raiffeisenbank mit Sitz in St. Gallen. Man habe alle Dokumente eingereicht und die Anwälte hätten Kontakt mit der US-Steuerbehörde gehabt, sagt Mediensprecher Franz Würth. Die Raiffeisenbank wartet nun auf den Entscheid.

Intensive Verhandlungen in Washington

Die St. Galler Kantonalbank ist im Moment in Verhandlungen mit der amerikanischen Steuerbehörde. «Es laufen Gespräche mit unseren Anwälten», sagt Mediensprecher Adrian Kunz. Für solche Besprechungen mit Schweizer Banken sind laut der Handelszeitung über Wochen mehrere Sitzungszimmer bei der Steuerbehörde in Washington reserviert.

Weniger im Visier der USA stehen andere Ostschweizer Banken. Die Thurgauer Kantonalbank beispielsweise hat den USA mitgeteilt, dass sie kein US-Recht verletzt habe. Ob die USA das akzeptieren, soll bis Ende Jahr bekannt sein.

Die Appenzeller und die Glarner Kantonalbank wollten ursprünglich auch beim US-Steuerprogramm mitmachen. Sie haben sich aber vor einigen Monaten entschieden, doch keine Daten zu liefern. Sie hätten nichts falsch gemacht, lautet die Begründung.