Hobbyfischer wollen sauberes Bodensee-Wasser

Seit einigen Tagen ist die Schonzeit für die Fische im Bodensee vorbei. Berufsfischer klagen, dass sie viel weniger fangen, weil das Wasser zu wenig Nährstoffe enthalte. Die Hobbyfischer sind hingegen mit der Situation zufrieden.

Berufsfischer auf dem Bodensee fordern seit Längerem, dass die Kläranlagen nicht so viele Nährstoffe aus dem Wasser filtern sollen. Für Hobbyfischer Jürg Marolf ist das dagegen kein Thema: «Ich glaube nicht, dass man das zurückdrehen kann.» Der Trinkwasserspeicher Bodensee sei wichtiger, als übermässig viele Fische.

Marolf bestätigt aber, dass auch er weniger Fische fange als früher. Er könne die Berufsfischer auch verstehen. Dennoch will er nicht, dass wieder mehr Schmutz in den See gelangt. Für Marolf steht das Erlebnis im Zentrum. Er könne runterfahren, wenn er auf dem See unterwegs sei.

140 Franken kostet ein Fischer-Patent auf dem Bodensee pro Jahr. Jürg Marolf fängt damit bis zu 100 Kilogramm Fische.