Hummler und Bruderer klagen CVP-Präsident ein

Die beiden früheren Wegelin-Bankiers Konrad Hummler und Otto Bruderer haben CVP-Präsident Christophe Darbellay eingeklagt. Darbellay hatte die beiden als «Verräter» bezeichnet.

Video «Darbellay muss vor Gericht erscheinen.» abspielen

Darbellay muss vor Gericht erscheinen.

1:11 min, aus Tagesschau vom 11.1.2013

Konrad Hummler und Otto Bruderer sehen das als Persönlichkeitsverletzung. Laut CVP-Generalsekretärin Béatrice Wertli hatte die «Aargauer Zeitung» am 4. Dezember 2012 in einem Bericht Hummler und Bruderer mit den Worten zitiert, das bewusst falsche Verhalten der Bank Wegelin in den USA entspreche dem allgemeinen Verhalten der Schweizer Finanzbranche.

Schädigung Finanzplatz Schweiz

Diese Aussage habe CVP-Präsident Darbellay mit dem Hinweis quittiert, wer so etwas sage, sei «ein Verräter». Wegen der Aussage «Verräter» erhielt Darbellay nun laut Wertli eine Vorladung zu Gerichtsterminen in Appenzell und in Uitikon ZH.

Die Vorladung sei aufgrund einer Klage der beiden Bankiers erfolgt, sagte Wertli. Darbellay hält ihr zufolge an seiner Aussage fest:

« Die Aussage von Hummler und Bruderer ist eine weltweite Diffamierung des Finanzplatzes Schweiz. Als Schweizer Bürger und als Schweizer Politiker und als Vertreter des Wirtschaftsstandortes Schweiz empfinde ich ein solches Verhalten als Verrat, dazu stehe ich. »

Wenn man ihn wegen dieser Aussage einklagen wolle, «dann stelle ich mich dieser Klage. Nochmals: Die Aussage vom Hummler und Bruderer schädigt des gesamten Schweizer Finanzplatz.»